Soziales / 12.01.2021

Bevölkerungszahl erstmals seit 2011 nicht gestiegen

Gestiegene Sterbezahlen, weniger Geburten, geringere Zuwanderung: Die Zahl der in Deutschland lebenden Menschen liegt bei 83,2 Millionen.

Bevölkerungszahl erstmals seit 2011 nicht gestiegen. – Hand unter weißen, durch Linien vernetzten Figuren.

Wiesbaden (dpa). Die Bevölkerungszahl in Deutschland hat im vergangenen Jahr nach Schätzungen des Statistischen Bundesamts erstmals seit 2011 nicht zugenommen. Ende 2020 lebten demnach weiterhin um die 83,2 Millionen Menschen in Deutschland. Aufgrund einer geringeren Zuwanderung und einer gestiegenen Sterbefallzahl bei voraussichtlich etwas weniger Geburten als im Vorjahr, sei die Bevölkerungszahl damit konstant geblieben, teilte die Behörde am Dienstag in Wiesbaden mit.

„Die Zahl der Geburten dürfte 2020 gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen haben und die Zahl der Sterbefälle spürbar gestiegen sein“, hieß es. Ein Grund für die höheren Todeszahlen, besonders gegen Ende des Jahres, sei offenbar auch die Corona-Pandemie, sagte eine Expertin des Bundesamts.

Bevölkerungswachstum überwiegend durch Zuwanderung

Seit drei Jahrzehnten war die Bevölkerung hierzulande überwiegend gewachsen, mit Ausnahme der Jahre 1998 sowie 2003 bis 2010. Ursache dafür ist den Angaben zufolge die Zuwanderung. Ohne diese würde die Bevölkerung demnach seit 1972 schrumpfen, da seither jedes Jahr mehr Menschen sterben als geboren werden.

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 Deutsche Presseagentur