Soziales / 04.06.2018

Brückenteilzeit: Noch viele offene Fragen

Koalition ist sich zwar einig, dass Teilzeitkräfte ein Recht auf die Rückkehr in Vollzeit erhalten sollen, doch es gibt noch "eine Menge Details zu klären."

Düsseldorf (dpa) Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat Hoffnungen auf eine rasche Einigung der Koalitionsparteien bei der sogenannten Brückenteilzeit gedämpft. "Ich bin zuversichtlich, dass wir uns in absehbarer Zeit einigen und einen gemeinsamen Gesetzentwurf vorlegen werden", sagte Altmaier der "Rheinischen Post" (Montag). Der Vorschlag von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) müsse aber gründlich auf dessen Auswirkungen geprüft werden.

Keine zusätzlichen Belastungen für Unternehmen

Kern von Heils Gesetzentwurfs ist das Recht auf Rückkehr aus Teilzeit in Vollzeit. Beschäftigte sollen danach vom 1. Januar 2019 an das Recht auf befristete Teilzeit bekommen - allerdings nicht in allen Betrieben. Für Arbeitnehmer in kleineren Unternehmen sind Einschränkungen geplant. SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles hatte angekündigt, das Gesetz solle noch vor der Sommerpause im Bundestag verabschiedet werden.

Über das Ziel ist man sich nach den Worten Altmaiers einig: "Wir wollen eine befristete Teilzeit schaffen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen in Zukunft schon bei Beginn der Teilzeit festlegen können, wann sie zu ihrer ursprünglichen Arbeitszeit zurückkehren." Der CDU-Politiker betonte jedoch: "Wir wollen die neuen Teilzeitregeln so umsetzen, dass sie auch für die Unternehmen keine hohen zusätzlichen Belastungen bedeuten." Da seien noch "eine Menge Details zu klären".

Autor

 Deutsche Presseagentur