Finanzen / 27.09.2017

Bruttoinlandsprodukt steigt um 1,9 Prozent

Herbstgutachten: Ökonomen sagen anhaltenden Aufschwung voraus.

Berlin (dpa/mjj) Die künftige Bundesregierung kann sich auf eine florierende Wirtschaft und steigende Überschüsse in den Staatskassen stützen. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sagen in ihrer heute veröffentlichten Herbstprognose für dieses Jahr ein Konjunkturplus von 1,9 Prozent voraus und für das kommende Jahr einen Zuwachs von 2,0 Prozent. 2019 dürfte die Wirtschaft um 1,8 Prozent zulegen.

"Impulse kamen von den Exporten, die in der ersten Jahreshälfte in beschleunigtem Tempo anzogen. Aber auch die inländische Verwendung blieb eine treibende Kraft der Expansion", sagte Stefan Kooths, Leiter des Prognosezentrums am Kieler Institut für Weltwirtschaft. Auch private und staatliche Investitionen sowie die durch die niedrigen Zinsen befeuerte Bautätigkeit trugen ihren Teil bei.

Die Einnahmen sprudeln weiter

Dank des anhaltenden Wirtschaftsbooms erwarten die Ökonomen in ihrer am Donnerstag in Berlin vorgelegten Gemeinschaftsdiagnose stärker sprudelnde Einnahmen: Für dieses Jahr zeichne sich ein Anstieg des Budgetüberschusses des Gesamtstaates von fast 26 Milliarden auf gut 28 Milliarden Euro ab. 2018 dürfte das Etatplus auf gut 37 Milliarden und 2019 auf 44 Milliarden Euro klettern. Die Überschüsse seien nur zum kleineren Teil konjunkturell bedingt.