Soziales / 15.05.2020

Bundesregierung will Lohnfortzahlung für Eltern nicht verlängern

Eltern, die wegen geschlossener Kitas oder Schulen nicht arbeiten können, bekommen eine Lohnfortzahlung für sechs Wochen. Und danach?

Bundesregierung will Lohnfortzahlung für Eltern nicht verlängern. – Mutter spielt zuhause mit ihrer Tochter im Kindergartenalter.

Berlin (dpa). Eltern hatten seit dem 30. März für sechs Wochen Anspruch, vom Staat 67 Prozent des entgangenen Nettoeinkommens zu erhalten – bis zu einer Grenze von 2.016 Euro im Monat. Für manche Eltern wären die Zahlungen damit Mitte Mai erschöpft.

Allerdings hat nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums jedes Elternteil einen eigenen Anspruch, „so dass insgesamt 12 Wochen häusliche Betreuung möglich sind“. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hatte im April in Aussicht gestellt, die Lohnausfallzahlungen zu verlängern.

Auch Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte eine „Anschlussregelung“ angekündigt. Auch aus der CDU waren Rufe nach einer Verlängerung der Lohnfortzahlung für Eltern gekommen.

Eingeschränkter Kita- und Schulbetrieb belastet Familien

Linksfraktionschef Dietmar Bartsch appellierte an Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Arbeitsminister, die Sechs-Wochen-Frist „unbürokratisch zu verlängern, bis es einen Regelbetrieb an Grundschulen und Kitas gibt“. Auch DGB-Vorstand Anja Piel drängte in der „NOZ“ auf eine Nachbesserung. Viele Familien sind nach ihren Worten angesichts des Notbetriebs in den Kitas und des eingeschränkten Schulbetriebs „weiter von Existenzsorgen und Betreuungsengpässen gebeutelt“.

Weitere Informationen

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/corona-pandemie
Corona-Infos des Bundesfamilienminsteriums für Familien

Kinderbetreuung wegen Corona: Entschädigung für Eltern
Magazin-Beitrag auf ihre-vorsorge.de

www.bleibgesund.de
Tipps fürs Familienleben in der Corona-Krise

Autor

 Deutsche Presseagentur