Rente / 17.07.2019

Buntenbach verteidigt die Grundrente

Das DGB-Vorstandsmitglied stellt sich erneut hinter die Pläne für eine Rentenaufstockung bei langjährigen Geringverdienern.

Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied für Sozialpolitik

Annelie Buntenbach, Mitglied des geschäftsführenden DGB-Bundesvorstands. Foto: DGB/Simone M. Neumann

Augsburg (sth). DGB-Sozialexpertin Annelie Buntenbach hat sich erneut hinter die Pläne von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) für eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung gestellt. "Das gehört für mich zum Respekt vor der Lebensleistung der Menschen dazu", sagte Buntenbach, die auch Bundesvorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung ist, in einem Interview der "Augsburger Allgemeinen". "Wer 35 Jahre und mehr gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt hat oder einmal arbeitslos war, soll am Ende eine bessere Rente bekommen."

Der Kritik aus Arbeitgeber- und Unionskreisen, dass eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung auch wenig verdienenden Zahnarztgattinen zugute käme, widersprach Buntenbach. "Es gibt viel mehr Zahnarzthelferinnen, die auf die Grundrente angewiesen sind, als die immer wieder genannten Zahnarztgattinnen", erklärte die Sozialexpertin der Gewerkschaften. Nur rund zehn Prozent von denen, die Anspruch auf die Grundrente hätten, lebten in einem finanziell gut ausgestatteten Haushalt. "Die Politik dürfe "diese zehn Prozent aber nicht vorschieben, um die anderen 90 Prozent zum Sozialamt zu schicken und ihre Lebensleistung nicht anzuerkennen", sagte Buntenbach.  

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Interview mit DGB-Sozialexpertin Annelie Buntenbach in der "Augsburger Allgemeinen"