Rente / 15.01.2019

CDU-Chefin fordert Grundrenten-Konzept

Nach Thüringens CDU-Chef Mohring verlangt auch Kramp-Karrenbauer für Ostdeutsche die Anerkennung gebrochener Erwerbsbiografien in der Rente.

Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Vorsitzende. Foto: CDU / Laurence Chaperon

Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Vorsitzende. Foto: CDU / Laurence Chaperon

Potsdam (dpa/sth). CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat an die Bundesregierung appelliert, schnell ein Konzept für die sogenannte Grundrente vorzulegen. Im Osten kämen jetzt die Generationen nach und nach in Rente, die von gebrochenen Erwerbsbiografien nach der Wende betroffen seien, sagte Kramp-Karrenbauer am Montag zum Abschluss der Klausur der CDU-Spitze in Potsdam. "Für sie ist es auch eine Frage, wie wird meine Lebensleistung (...) bewertet." Die CDU werde dazu auch eigene Vorstellungen vorlegen.

Sie ließ offen, ob das Thema Grundrente, die über der Grundsicherung liegen soll, aus der Arbeit der Rentenkommission der Bundesregierung herausgelöst werden könne. Die Grundrente sei "ein an sich alleinstehendes Thema", sagte Kramp-Karrenbauer. Derzeit werde an Vorschlägen für eine Form der Grundrente gearbeitet. Ob sie herausgelöst werden könne, komme darauf an, was das Bundessozialministerium vorlege.

Zuvor hatte Thüringens CDU-Vorsitzender Mike Mohring von Fortschritten auf dem Weg zu einer Grundrente gesprochen. "Bundeskanzlerin Angela Merkel und Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer unterstützen meinen Vorschlag", sagte Mohring am Montag am Rand der CDU-Klausur. Mohring will eine Grundrente, die zehn Prozent über der Grundsicherung liegt. Zudem soll nach seinen Angaben geprüft werden, ob Ostdeutschen, deren Erwerbsbiografien durch den wirtschaftlichen Umbruch nach der Wiedervereinigung schwierig sind, bestimmte Jahre beispielsweise in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) vollständig bei der Rentenberechnung anerkannt werden.

Autor

 Deutsche Presseagentur