Gesundheit / 04.10.2019

Das bringt ein Cool-down nach dem Training

Mehr als Verschnaufen: Was bringt der Cool-down nach dem Training? Und was sollte man dabei beachten?

Bild zum Thema Das bringt ein Cool-down nach dem Training: Zwei Jogger beim Trailrunning bergaufwärts.

Frankfurt/Main/Dresden (dpa/tmn). Der Puls rast, das Herz pocht, der Schweiß klebt überall – was aber kommt nach dem Sport? Wenn man sich richtig ausgepowert hat, kann danach ein sogenanntes Cool-down dabei helfen, das Herz-Kreislauf-System wieder einzupegeln. „Das hängt aber von der Intensität und Sportart ab“, erklärt Orthopäde Axel Klein. Er ist Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP).

Bei Ausdauersportarten wie Joggen oder Schwimmen empfiehlt Klein nach intensivem Training ein aktives Cool-down, also moderates Weiterbewegen wie Auslaufen oder Ausschwimmen. Umgekehrt heißt das: Nicht einfach abrupt aufhören oder stehen bleiben, denn das kann in extremen Fällen auch bis zur Ohnmacht führen.

Intensität richtet sich nach subjektivem Empfinden

Je nach Intensität des Trainings sollte man sich mindestens fünf bis zehn Minuten Zeit für das Abkühlen nehmen. Als Faustregel gilt: Der Puls sollte danach bei unter 100 Schlägen pro Minute liegen. „Aber da gibt es individuelle Unterschiede“, so der Mediziner.

Was aber gilt überhaupt als intensiv? „Zum einen spielt hier die Pulsfrequenz eine Rolle, vor allem aber auch das subjektive Empfinden“, erklärt Klein. Denn was als anstrengend empfunden wird, ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Moderates Dehnen reicht nach intensivem Training

Oft sieht man auch Hobbysportler, die sich vor und nach dem Auspowern recken und strecken. Klein rät da zur Mäßigung: „Müde Muskeln sollte man nicht massiv stretchen.“ Besser seien moderate Dehnübungen. Wer sich ausgiebig strecken möchte, sollte das eher mit ausgeruhten Muskeln oder nach weniger anstrengendem Training tun.

Nach dem Krafttraining sieht Klein eher wenig Handlungsbedarf für ein Cool-down: „Normalerweise werden da keine andauernden Pulsspitzen erreicht.“ Auch hier rät der Experte vom extremen Stretchen ab – moderate Dehnungsübungen genügen. Ausnahmen seien lediglich sehr anstrengende Übungen wie etwa Klimmzüge.

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst