Gesundheit / 22.11.2019

Depressionen bei Kindern und Jugendlichen erkennen

Auch sehr junge Menschen können an einer Depression erkranken. Im Zweifel sollten Eltern den Facharzt konsultieren.

Bild zum Thema Depressionen bei Kindern und Jugendlichen erkennen: Jugendlicher hält deprimiert die Hände vor das Gesicht.

Berlin (dpa). Für Eltern, Lehrer oder Erzieher ist es nicht immer einfach, Anzeichen einer Depression bei Kindern und Teenagern zu erkennen. Denn vorübergehende Symptome wie Traurigkeit und Niedergeschlagenheit sind zum Beispiel auch ein Teil der Pubertät. Die Deutsche Depressionshilfe listet Besonderheiten in der Symptomatik nach Altersgruppen auf:

Kleinkinder zwischen einem und drei Jahren

Vermehrtes Weinen, ausdrucksarmes Gesicht, erhöhte Reizbarkeit, überanhänglich, Kind kann schlecht alleine sein, selbststimulierendes Verhalten wie Schaukeln des Körpers oder exzessives Daumenlutschen, Teilnahmslosigkeit, Spielunlust oder auffälliges Spielverhalten, gestörtes Essverhalten, Schlafstörungen.

Vorschulalter von drei bis sechs Jahren

Trauriger Gesichtsausdruck, verminderte Gestik und Mimik, leicht irritierbar, stimmungslabil, auffällig ängstlich, mangelnde Fähigkeit, sich zu freuen, Teilnahmslosigkeit und Antriebslosigkeit, introvertiertes Verhalten, vermindertes Interesse an motorischen Aktivitäten, innere Unruhe und Gereiztheit, unzulängliches oder auch aggressives Verhalten, Ess-und Schlafstörungen.

Schulkinder zwischen sechs und zwölf Jahren

Verbale Berichte über Traurigkeit, Denkhemmungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnisstörungen, Schulleistungsstörungen, Zukunftsangst, Ängstlichkeit, unangemessene Schuldgefühle und unangebrachte Selbstkritik, psychomotorische Hemmung wie langsame Bewegungen und eine in sich versunkene Haltung, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Suizidgedanken.

Pubertäts- und Jugendalter von 13 bis 18 Jahren

Vermindertes Selbstvertrauen, Selbstzweifel, Ängste, Lustlosigkeit, Konzentrationsmangel, Stimmungsanfälligkeit, tageszeitabhängige Schwankungen des Befindens, Leistungsstörungen, das Gefühl, sozialen und emotionalen Anforderungen nicht gewachsen zu sein, Gefahr der Isolation und des sozialen Rückzugs, psychosomatische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Gewichtsverlust, Schlafstörungen und Suizidgedanken.

Weitere Informationen

www.deutsche-depressionshilfe.de
Deutsche Depressionshilfe zu Depression im Kindes- und Jugendalter

Autor

 Deutsche Presseagentur