Soziales / 08.03.2019

Deutsche leisten 61 Milliarden Arbeitsstunden

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr so viel gearbeitet wie seit 1991 nicht mehr – jeder Erwerbstätige durchschnittlich 1.363 Stunden.

Bild zum Thema Deutsche leisten 61 Milliarden Arbeitsstunden. Es zeigt einen Monteur bei der Arbeit.

Nürnberg (dpa). Die Deutschen haben im vergangenen Jahr so viel gearbeitet wie seit 1991 nicht mehr. Das Arbeitsvolumen der Erwerbstätigen sei im Vergleich zu 2017 um 1,4 Prozent auf 61,1 Milliarden Stunden gestiegen, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag mit. Erstmals seit Beginn der Zeitreihe 1991 sei damit die Schwelle von 61 Milliarden Stunden überschritten worden.

Zahl der Erwerbstätigen erreichte im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand

Auch die Zahl der Erwerbstätigen erreichte mit 44,8 Millionen im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand. Sie nahm um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. "Die Arbeit geht uns wahrlich nicht aus, auch wenn das oft behauptet wird", sagte der Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen, Enzo Weber.

Deutsche fehlten genauso oft wegen Krankheit am Arbeitsplatz wie 2017

Durchschnittlich arbeitete jeder Erwerbstätige im vergangenen Jahr 1.363 Stunden. Selbstständige und mithelfende Familienangehörige waren durchschnittlich 1.915 Stunden erwerbstätig, beschäftigte Arbeitnehmer 1.287 Stunden. Vollzeitbeschäftigte arbeiteten im Durchschnitt 1.647 Stunden, Teilzeitbeschäftigte 728 Stunden. Mit durchschnittlich 10,6 Krankheitstagen fehlten die Deutschen laut der IAB-Studie im vergangenen Jahr genauso oft wegen Krankheit am Arbeitsplatz wie 2017.

Weitere Informationen:

http://doku.iab.de

http://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/tab-az2018.pdfIAB-Tabelle zur Entwicklung der Arbeitszeit

http://doku.iab.de

IAB-Statistik zu bezahlten und unbezahlten Überstunden

Autor

 Deutsche Presseagentur