Finanzen / 06.09.2019

Deutsche machen für Immobilien immer mehr Schulden

Der Immobilienboom hinterlässt Spuren. Das Volumen der Wohnimmobilienkredite erreicht 995 Milliarden Euro.

Bild zum Thema Deutsche machen für Immobilien immer mehr Schulden: Frau stapelt Münzen neben einem roten Haumodell aus Papier.

Berlin (dpa). Für den Kauf von Häusern und Eigentumswohnungen machen die Bundesbürger immer mehr Schulden. Das Volumen der Wohnimmobilienkredite stieg zuletzt innerhalb von zehn Jahren um rund ein Viertel, wie aus der Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Im Jahr 2018 nahmen private Haushalte demnach rund 995 Milliarden Euro zur Finanzierung von Wohnimmobilien auf. Nimmt man Selbstständige und Einzelkaufleute dazu, steigt das Volumen auf rund 1,2 Billionen Euro.

Überhitzung des Immobilienmarktes?

Die Grünen sehen deutliche Zeichen für eine Überhitzung des Marktes. Immer mehr Geld fließe in den Immobilienmarkt, dabei seien die Kaufpreise noch stärker gestiegen als die Mieten. Der Anstieg ist aus Sicht der Grünen auch darauf zurückzuführen, dass vermehrt Immobilienfonds und Wohnungsunternehmen investieren.

Autor

 Deutsche Presseagentur