Gesundheit / 24.03.2021

Deutsche nehmen zu wenig Jod zu sich

Fast jeder dritte Erwachsene ist von Jodmangel bedroht. Sollte man gezielt zu Jodsalz greifen?

Deutsche nehmen zu wenig Jod zu sich. – Mann streut Salz auf rohen Fisch.

Berlin (bd). Die Versorgung der Bevölkerung mit Jod hat sich seit den 80er-Jahren deutlich gebessert. Trotzdem sei die Jodzufuhr bei vielen Menschen noch nicht optimal, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung. Bei knapp 30 Prozent der Erwachsenen und sogar 44 Prozent der Kinder und Jugendlichen bestehe das Risiko, zu wenig des lebenswichtigen Spurenelements zu sich zu nehmen.

Jod ist für den Aufbau von Schilddrüsenhormonen unentbehrlich und damit für Wachstum, Stoffwechsel und ein gesundes Nervensystem. Vor allem Schwangere und Stillende sollten auf eine optimale Versorgung achten.

Nicht auf Jodsalz verzichten

Ein bis zweimal pro Woche sollte deshalb Meeresfisch auf den Tisch, Milchprodukte sogar täglich, rät das Institut. Weil aber darüber hinaus nur wenige Speisen von Natur aus Jod enthielten, gehöre auch jodiertes Salz in die Küche. „Weniger Salz tut gut, auf Jodsalz verzichten aber nicht“, sagt Professor Andreas Hensel, Präsident des BfR.

Verbraucher sollten bei abgepackten Lebensmitteln und Fertiggerichte solche bevorzugen, in deren Zutatenliste „Jodsalz“ oder „jodiertes Salz“ steht. Bei loser Ware wie Brot, Käse und Wurst sollte man nachfragen, ob Jodsalz enthalten ist. Wer bewusst zu jodhaltigen Lebensmitteln greife, sei in der Regel ausreichend versorgt.

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Autor

Boris Dunkel