Soziales / 25.02.2019

Deutsche Verbraucher besonders optimistisch

Fast zwei Drittel bewerten ihre Jobaussichten in den nächsten zwölf Monaten als gut. Mehr als die Hälfte sind mit ihrer finanziellen Situation zufrieden.

Geldscheine über offener Hand: Finanzen mit Rentenrechner planen.

Frankfurt/Main (dpa). Die Bundesbürger blicken weiterhin deutlich zuversichtlicher in die Zukunft als die meisten anderen Europäer. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervor. „Das Verbrauchervertrauen ist hierzulande kontinuierlich hoch“, fasste Nielsen-Deutschland-Chef Ingo Schier das Ergebnis zusammen.

Das gelte sowohl für die Bewertung der eigenen Job-Aussichten in den kommenden zwölf Monaten als auch für die Einschätzung der persönlichen finanziellen Situation und die Bereitschaft, Geld auszugeben.

Der Marktforscher Nielsen befragt seit mehr als 13 Jahren regelmäßig Konsumenten in 64 Ländern nach ihren Zukunftserwartungen und ermittelt danach seinen Verbrauchervertrauensindex.

Optimismus bei Beschäftigungslage auf Top-Niveau

Vor allem ihre Jobaussichten beurteilten die Deutschen demnach deutlich positiver als der Rest Europas. Während in Deutschland 65 Prozent der Befragten ihre Jobsituation in den nächsten zwölf Monaten als gut oder sehr gut einschätzten, taten dies im europäischen Durchschnitt nur 36 Prozent.

„Der Optimismus mit Blick auf die eigene Beschäftigungslage ist und bleibt hierzulande auf Top-Niveau“, betonte Schier. Nur die Tschechen und die Dänen seien in Bezug auf ihre Jobaussichten noch zuversichtlicher.

Kauflaune deutlich über dem europäischen Durchschnitt

Immerhin 59 Prozent der befragten Bundesbürger stuften bei der Umfrage die eigene finanzielle Lage in der nahen Zukunft als gut oder sehr gut ein. Europaweit taten dies nur 45 Prozent der Befragten. Kein Wunder also, dass auch die Kauflaune der Deutschen deutlich über dem europäischen Durchschnitt lag.

Haben die Bundesbürger nach der Deckung der Lebenshaltungskosten noch Geld übrig, so geben sie es am liebsten für Urlaub oder neue Kleidung aus.

Sparen liegt nicht so hoch im Kurs

Das Sparen spielt dagegen in Deutschland eine deutlich geringere Rolle als in den meisten anderen europäischen Ländern. Nur rund ein Viertel (28 Prozent) der Bundesbürger denken nach der Deckung ihrer Lebenskosten als erstes daran, etwas auf die hohe Kante zu legen.

Europaweit tun dies 40 Prozent. Noch zuversichtlicher als die Deutschen zeigten sich in der Umfrage allerdings die Verbraucher in Dänemark, Tschechien, Irland, den Niederlanden und Polen.

Autor

 Deutsche Presseagentur