Finanzen / 02.07.2018

Deutsche Verbraucher sehr optimistisch

Marktforscher: Bundesbürger sehen ihre Jobaussichten besser als der Rest Europas und sind deshalb in Kauflaune.

Frankfurt/Main (dpa). Frankfurt/Main (dpa) - Die Bundesbürger blicken optimistischer in die Zukunft als die meisten anderen Europäer. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervor. "Besonders ihre Jobaussichten sehen die Deutschen deutlich positiver als der Rest Europas und sind dadurch in größerer Kauflaune", fasste Nielsen-Deutschlandchef, Ingo Schier, das Ergebnis zusammen.

Der Studie zufolge gehören die deutschen Verbraucher in Sachen Zukunftsoptimismus inzwischen zu den Top drei in Europa. Zuversichtlicher sind nur noch die Dänen und die Tschechen. Der Marktforscher Nielsen befragt seit 13 Jahren regelmäßig Konsumenten in 64 Ländern nach ihren Job-Aussichten, ihrer persönlichen finanziellen Situation und ihrer Bereitschaft, Geld auszugeben - und ermittelt danach seinen Verbrauchervertrauensindex.

Vertrauen in den Arbeitsmarkt auf Rekordniveau

Vor allem das Vertrauen der Deutschen in den Arbeitsmarkt und ihre Beschäftigungslage liegt Nielsen zufolge auf Rekordniveau. Rund 69 Prozent der Bundesbürger bewerten ihre Beschäftigungsaussichten für die kommenden 12 Monate der Umfrage zufolge mit sehr gut oder gut. Zum Vergleich: Im europäischen Durchschnitt sind es nur 39 Prozent. Fast zwei Drittel der Bundesbürger (63 Prozent) stuften bei der Umfrage außerdem die eigene finanzielle Lage als gut oder sehr gut ein. Europaweit taten dies nur 47 Prozent der Befragten.

Kein Wunder also, dass auch die Kauflaune der Deutschen deutlich über dem europäischen Durchschnitt lag. "Der Blick auf die gesamteuropäischen Zahlen zeigt, dass die Deutschen gewissermaßen zu den "Big-Spendern" in Europa gehören und ihr Geld gerne ausgeben, betonte Schier. Haben die Bundesbürger nach der Deckung der Lebenshaltungskosten noch Geld übrig, so geben sie es am liebsten für Urlaub oder neue Kleidung aus. Das Sparen spielt dagegen inzwischen in Deutschland eine deutlich geringere Rolle als in den meisten anderen europäischen Ländern.

Autor

 Deutsche Presseagentur