Soziales / 19.06.2020

Deutschlands Bevölkerung wächst langsamer

Geburtendefizit, Zuwanderung und Ausländeranteil: Das Statistische Bundesamt hat die Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung für 2019 vorgelegt.

Wiesbaden (dpa). Die Bevölkerung Deutschlands ist im vergangenen Jahr langsamer gewachsen als die Jahre zuvor. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, kamen 2019 unterm Strich 147.000 Personen dazu. Zum Jahresende lebten damit 83,2 Millionen Menschen in der Bundesrepublik. Das waren 0,2 Prozent mehr als im Jahr davor.

Ausländeranteil nimmt zu

Auch das Wachstum der ausländischen Bevölkerung verlangsamte sich im Jahr 2019 weiter, während die Zahl der Deutschen sank: Ende 2019 lebten in Deutschland 72,8 Millionen Deutsche (-161.000 beziehungsweise -0,2 Prozent) und 10,4 Millionen ausländische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger (+309.000 beziehungsweise +3,1 Prozent). Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung stieg gegenüber dem Vorjahr von 12,2 Prozent auf 12,5 Prozent.

Seit 2011 wächst die Bevölkerung der Statistik zufolge kontinuierlich. Einen Rekordzuwachs gab es durch die hohe Zuwanderung im Jahr 2015, danach verlangsamte sich die Zunahme. Den vorläufigen Ergebnissen zufolge sind im vergangenen Jahr etwa 300.000 Personen mehr zu als abgewandert – der sogenannte Wanderungsüberschuss. Gleichzeitig überstieg die Zahl der Sterbefälle die Zahl der Geburten um 161.000 – das Geburtendefizit.

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Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Autor

 Deutsche Presseagentur