Gesundheit / 20.02.2019

Diagnose "Gebrochenes Herz"

Beim "Broken-Heart-Syndrome" handelt es sich nicht etwa um Liebeskummer, sondern um eine Funktionsstörung des Herzens.

Bild zum Thema Broken-Heart-Syndrome. Es zeigt Sanitäter in einer Notaufnahme.

Köln (dpa/tmn). Das gebrochene Herz taucht nicht nur in Liebesfilmen auf, sondern existiert auch im echten Leben. Ausgelöst wird das Broken-Heart-Syndrome oder Gebrochenes-Herz-Syndrom aber nicht unbedingt durch Liebeskummer, sondern generell durch großen Stress – und vielleicht auch durch Freude.

Herzgefäße verengen sich krampfartig

Der ungewöhnliche Name bezeichnet eine schwere Funktionsstörung des Herzens, erklärt Wolfgang Fehske, Chefarzt der Kardiologie am St. Vinzenz-Hospital in Köln. Ausgelöst wird sie, wenn der Körper große Mengen bestimmter Hormone ausschüttet – darunter das Stresshormon Adrenalin oder das manchmal Glückshormon genannte Dopamin. Im Übermaß sorgen diese Hormone dafür, dass sich mehrere Herzgefäße krampfartig verengen und sich ein Teil der linken Herzkammer nicht mehr bewegt.

Symptome ähneln denen eines Herzinfarkts

Die Symptome des Broken-Heart-Syndroms sind ähnlich wie bei einem Herzinfarkt, Atemnot etwa oder Schmerzen in der Brust. Fehldiagnosen sind deshalb nicht unwahrscheinlich. Korrekt und rechtzeitig erkannt, lässt sich das gebrochene Herz aber mit Medikamenten, viel Flüssigkeit und Bettruhe gut behandeln – Folgeschäden sind den Angaben nach selten.

Autor

 Deutsche Presseagentur – Themendienst