Rente / 15.07.2019

Die Digitalisierung der Arbeitswelt hat Folgen

Expertin Prof. Jutta Rump skizzierte vor der Vertreterversammlung der DRV Nordbayern die Dimensionen des technologischen Wandels.

Bild zum Beitrag "Die Digitalisierung der Arbeitswelt hat Folgen". Das Bild zeigt die Arbeitsmarktforscherin Prof. Dr. Jutta Rump.

Prof. Dr. Jutta Rump

Bad Windsheim (drv/sth). "Digitalisierung der Arbeitswelt" lautete das Schwerpunktthema bei der jüngsten Sitzung der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Nordbayern am vergangenen Freitag in der Frankenland-Klinik Bad Windsheim. Mit Prof. Dr. Jutta Rump war eine der führenden Expertinnen Deutschlands zur Zukunft der Arbeit Gast der ehrenamtlichen Selbstverwaltungsmitglieder von Arbeitgebern und Versicherten.

"Die digitale Transformation hat 4 Dimensionen: Die 1. Dimension beschäftigt sich mit der Technologie, die 2. Dimension mit den Geschäftsmodellen, die 3. Dimension mit Prozessen und Strukturen", sagte Rump. "Die 4. Dimension der Digitalisierung stellt den Menschen, die Arbeitswelt und die Gesellschaft in den Fokus", ergänzte die Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability in Ludwigshafen. Zum Thema passend sprach anschließend Peter Heider, Leiter der Verbindungsstelle für Datenverarbeitung der DRV Nordbayern, über die laufenden Projekte des fränkischen Rentenversicherungsträgers.

Vorstandsvorsitzender bedankt sich bei den DRV-Beschäftigten

Vorstandsvorsitzender Michael Bischof bedankte sich im Namen aller Mitglieder der Selbstverwaltung und der Geschäftsleitung der DRV Nordbayern bei den über 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die geleistete hervorragende Arbeit. "Nicht jeder Sachverhalt kann durch Programmroutinen gesteuert werden. Bei komplexen Sachverhalten ist es der Mensch, der eine Würdigung der Gesamtumstände vornimmt", so Michael Bischof, der mittels Fallzahlen aus der Sachbearbeitung deutlich machte, wie unerlässlich trotz fortschreitender Digitalisierung gut ausgebildetes Fachpersonal ist.

Zum Thema Nachwuchskräftegewinnung traf der Vorstand der DRV Nordbayern bereits zukunftsweisende Beschlüsse: Für das Jahr 2020 wird es wieder rund 60 Neueinstellungen geben. "Jung, frisch und dynamisch suchen wir nach neuen Nachwuchskräften", sagte Michael Bischof vor den gewählten Mitgliedern der Selbstverwaltung. Als Beispiel präsentierte er der Vertreterversammlung einen Videoclip, der über die Sozialen Medien junge Menschen ansprechen soll.

Krempl zu aktuellen rentenpolitischen Themen

Werner Krempl, Erster Direktor und Geschäftsführer der DRV Nordbayern, sprach über aktuelle rentenpolitische  Vorhaben – zum Beispiel die geplante Grundrente und die ebenfalls noch in der Entwicklung steckende säulenübergreifende Altersvorsorgeinformation. Zudem informierte Krempl über das Geschehen in den Reha-Kliniken des fränkischen Regionalträgers.

Die Deutsche Rentenversicherung Nordbayern mit rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist einer der größten Arbeitgeber in Franken. Sie betreut rund 1,6 Millionen Versicherte und 856.000 Rentner. Mit ihren Auskunfts- und Beratungsstellen und eigenen Rehabilitationskliniken bietet sie einen umfangreichen Beratungsservice und hochqualifizierte Rehaleistungen.

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 Deutsche Rentenversicherung