Rente / 01.10.2020

Diese Freibeträge gelten für Witwen und Witwer

Ab dem 1. Juli eines Jahres dürfen Hinterbliebene neben dem Bezug ihrer Rente in der Regel mehr Geld hinzuverdienen – auch 2020.

Bild zum Beitrag "Höhere Freibträge für Witwen und Witwer". Das Bild zeigt einen älteren Handwerker, der in einer Fabrihalle an einer Maschine arbeitet.

Bad Homburg (drv/sth). Seit dem 1. Juli haben sich die Freibetragsgrenzen bei Hinterbliebenenrenten auch in diesem Jahr wieder geändert. Neben ihrer Witwen- oder Witwerrente können Frauen und Männer von verstorbenen Ehepartnern und eingetragenen Lebenspartnern sowie Bezieher von Erziehungsrenten mehr hinzuverdienen. Der Freibetrag für Einkünfte wurde im Westen auf 902,62 Euro erhöht, in den neuen Ländern auf 877,27 Euro. Pro waisenrentenberechtigtem Kind erhöht sich der Freibetrag zusätzlich um 191,46 Euro (West) und um 186,09 Euro (Ost).

Anzurechnende Einkünfte sind beispielsweise Arbeitsentgelt, Einkommen aus selbständiger Tätigkeit, die eigene Rente und Sozialleistungen. Vom Bruttoeinkommen werden gesetzlich festgelegte Pauschalbeträge abgezogen. Daraus ergibt sich ein fiktiver Nettobetrag. Ist dieser höher als der Freibetrag, wird die Differenz zu 40 Prozent auf die Hinterbliebenenrente angerechnet. Die Deutsche Rentenversicherung weist darauf hin, dass jede Beschäftigungsaufnahme oder Änderung in den Einkünften umgehend mitgeteilt werden muss.

Auf Waisenrenten werden seit dem 1. Juli 2015 generell keine Einkünfte mehr angerechnet.

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 Deutsche Rentenversicherung