Rente / 11.01.2022

DRV BaWü 2022 mit Haushalt von fast 25 Milliarden Euro

Vorstandsvorsitzender Kienzle: Die besonderen Herausforderungen des Corona-Jahres 2021 hat der Rentenversicherer im Ländle gut bewältigt.

Logo der Deutschen Rentenversicherung mit Schriftzug. – Bild: Deutsche Rentenversicherung Bund © Armin Okula

Karlsruhe/Stuttgart (drv/sth). Mit knapp 24,7 Milliarden Euro fällt der Haushalt der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg im Jahr 2022 um 2,54 Prozent höher aus als im Vorjahr. Das beschloss die Vertreterversammlung des südwestdeutschen Rentenversicherungsträgers Ende vergangenen Jahres in Stuttgart. „Die besonderen Herausforderungen des zweiten Corona-Jahres 2021 hat die DRV Baden-Württemberg gut bewältigt“, erklärte Joachim Kienzle, alternierender Vorstandsvorsitzender der DRV Baden-Württemberg. Man habe sowohl für die Kundinnen und Kunden Alternativen bei der Beratung gefunden als auch beispielsweise mit Homeoffice für den Schutz der Mitarbeitenden gesorgt.

Trotz der Pandemie liege die Nachhaltigkeitsreserve der Rentenversicherung mit 1,55 Monatsausgaben noch in einem guten Bereich, so Kienzle. Dies werde auch 2022 so bleiben. Danach allerdings näherten sich die Rücklagen der Rentenversicherung durch Zusatzausgaben und durch den Eintritt der vielen „Babyboomer“ in die Altersrente der aktuellen Mindestnachhaltigkeitsrücklage von 0,2 Monatsausgaben. Wiederholt fordere die Selbstverwaltung deshalb die Politik auf, die Sicherheitsrücklage auf 0,4 Monatsausgaben zu erhöhen und so die Sicherheit bei den Rentenauszahlungen zu gewährleisten.

Neues gemeinsames IT-System für die Rentenversicherung

DRV-Geschäftsführerin Saskia Wollny berichtete der Vertreterversammlung, dass sich die DRV mit rvEvolution, einem komplett neuen gemeinsamen IT-System, auf die Herausforderungen der Zukunft einstelle. Bis zur geplanten Fertigstellung im Jahr 2026 handele sich dabei um eines der größten und komplexesten IT-Vorhaben, das in Deutschland umgesetzt werde. Erstes Ziel von rvEvolution sei es, den Kundinnen und Kunden personalisierte, schnelle und digitale Angebote zur Verfügung zu stellen, sagte Wollny. Intuitiv bedienbar und informativ werde es außerdem Geschäftsprozesse automatisieren und anpassungsfähiger auf Neuerungen reagieren können. Saskia Wollny zeigte sich überzeugt: „Das Projekt wird die Rentenversicherung strukturell gut aufstellen und es wird sich sowohl für unsere Kundinnen und Kunden als auch für unsere Beschäftigten lohnen.“

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 Deutsche Rentenversicherung