Rente / 14.12.2020

DRV BaWü beschließt 24-Milliarden-Euro-Haushalt

Vertreterversammlung des südwestdeutschen Rentenversicherers: Trotz Corona suchten viele Versicherte auch 2020 eine Rentenberatung.

Das Bild zeigt Andreas Schwarz, Geschäftsführer der DRV Baden-Württemberg

Andreas Schwarz, Geschäftsführung DRV Baden-Württemberg.

Karlsruhe (drv/sth). Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg plant für 2021 mit einem Etat in Höhe von knapp 24,1 Milliarden Euro – rund 1,2 Milliarden oder 5,15 Prozent mehr als im laufenden Jahr. 76 Prozent der Einnahmen sollen nach Angaben des südwestdeutschen Rentenversicherers aus Beiträgen stammen, weitere 21 Prozent aus Steuermitteln. Auf der Ausgabenseite sind 82 Prozent für Rentenzahlungen vorgesehen, für Verwaltungs- und Verfahrenkosten 1,3 Prozent. Das wurde am Freitag bei der erstmals virtuell veranstalteten zweiten Vertreterversammlung des regionalen Rentenversicherungsträgers bekannt. Im Jahr 2019 lag das Haushaltsvolumen demach noch bei rund 21,85 Milliarden Euro.

Trotz der Widrigkeiten der Corona-Pandemie sei die Zahl der Beratungen zu Rente und Reha bei der DRV Baden-Württemberg 2020 wieder sehr hoch gewesen, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der DRV Baden-Württemberg, Andreas Schwarz. Dies beweise, wie wichtig diese Beratungen seien. Angesichts der schwierigen Situation habe die Rentenversicherung im Land sehr flexibel reagiert, ergänzte der Vorstandsvorsitzende des Trägers, Martin Kunzmann. Die Beratungsleistungen seien auf Telefon- und Onlinedienste umgestellt worden.

Grundrente wird sehr arbeitsintensiv

Auf eine schwierige Zeit im Zusammenhang mit der Umsetzung der Grundrente machten sowohl Martin Kunzmann als auch Andreas Schwarz aufmerksam. Der Verwaltungs- und Personalaufwand sei immens und ohne zusätzliches Personal nicht zu schaffen. Allein bei der DRV Baden-Württemberg würden rund 200 zusätzliche Beschäftigte benötigt. Den Personalbedarf versuche man mit Quereinsteigern zu decken, berichtete der Geschäftsführer. Die ersten 45 neuen Beschäftigten würden derzeit geschult.

Die Versicherten, unterstrich Schwarz, dürften davon ausgehen, dass die DRV Baden-Württemberg alles unternehme, um den Zeitplan im Zusammenhang mit der Grundrente einzuhalten. Für die ab Anfang 2021 geltende Grundrente würden ab Mitte 2021 die ersten Bescheide verschickt. Nach und nach würden dann alle Bestandsrentner geprüft. Zwei Botschaften sind Andreas Schwarz besonders wichtig: Alle, denen ein Grundrentenzuschlag zusteht, bekommen ihn auch. Kein Anspruch geht verloren. Und: Ein zusätzlicher Antrag auf Grundrente ist nicht erforderlich.

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 Deutsche Rentenversicherung