Rente / 26.09.2017

DRV Westfalen: Parlament startet Arbeit

Vertreterversammlung des Rentenversicherers wahrt die Interessen der Beitragszahler.

Münster (drv). Mit der konstituierenden Sitzung der Vertreterversammlung startete am vergangenen Freitag die Selbstverwaltung der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Westfalen in die nächste sechsjährige Amtszeit. Die Vertreterversammlung ist das Parlament der Rentenversicherung und setzt sich aus je 15 Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber zusammen. Die Besetzung des höchsten Gremiums erfolgte durch die Sozialwahl im vergangenen Frühsommer.

Die Vertreterversammlung wahrt die Interessen der Beitragszahler und Rentenbezieher. Als oberstes Organ der DRV Westfalen wählt es den Vorstand, setzt die Geschäftsführung ein, bildet Fachausschüsse, wählt sie rund 100 Versichertenälteste und beschließt den jährlichen Haushalt, der sich allein für 2017 auf über 14 Milliarden Euro beläuft. Die DRV Westfalen mit Sitz in Münster ist Träger der gesetzlichen Rentenversicherung für rund 4 Millionen Menschen in Westfalen und zahlt pro Monat gut 1,2 Millionen Renten aus. 

Vorsitzende des Parlaments und des Vorstands bilden Spitze

An der Spitze der Selbstverwaltung stehen neben den beiden alternierenden Vorsitzenden der Vertreterversammlung, Karl Schiewerling MdB (Nottuln) für die Versicherten und Ernst-Peter Brasse (Dortmund) für die Arbeitgeber, die beiden Vorstandsvorsitzenden Alfons Eilers (Hattingen) und Prof. Dr. Volker Verch (Arnsberg). Prof. Dr. Volker Verch, im Hauptberuf Geschäftsführer des Unternehmensverband Westfalen-Mitte, und Alfons Eilers, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Hamm-Lippstadt, wechseln sich im Vorsitz jährlich zum 1. Oktober ebenso ab, wie auch die beiden Vorsitzenden der Vertreterversammlung. Alle Ämter in der Selbstverwaltung der Rentenversicherung sind reine Ehrenämter.

Das Prinzip des Ehrenamtes gilt auch für die übrigen zehn Vorstandsmitglieder, die von der Vertreterversammlung gewählt wurden. Auf der Seite der Versicherten sind dies Frank Emmenegger (Bochum), Josef Meiers (Dülmen), Thomas Schwier (Laer), Hans-Werner Sondermann (Schloß Holte-Stukenbrock) und Anke Strüber-Hummelt (Marl); auf der Seite der Arbeitgeber sind dies Dr. Thorsten Doublet (Much), Bernd Kemper (Köln), Burckhard Marcinkowski (Gütersloh), Peter Schuchart (Dortmund) und Hermann Schulte-Hiltrop (Bochum).

21 Widerspruchsausschüsse

Die Vertreterversammlung bestimmte bei der konstituierenden Sitzung zudem die Mitglieder der 21 Widerspruchsausschüsse für die kommenden sechs Jahre. Auch die Widerspruchsausschüsse werden aus je einem Vertreter der Versicherten und der Arbeitgeber paritätisch gebildet. Sie entscheiden über Widersprüche der Versicherten gegen Bescheide der Rentenversicherung.

Auch die 99 Versichertenältesten aus ganz Westfalen wurden von der Vertreterversammlung gewählt. Versichertenälteste kümmern sich in ihrer Freizeit um Anliegen der Rentenversicherten, geben auf deren erste Fragen rund um die gesetzliche Rentenversicherung fundierte Antworten, nehmen Anträge auf und lassen für die Versicherten beim Versicherungsträger den gegenwärtigen Versicherungsverlauf prüfen und Rentenansprüche berechnen.

Mehr zum Thema:

www.deutsche-rentenversicherung.de

Link zu weiteren Informationen über die Organisationsstruktur der DRV Westfalen

Autor

 Deutsche Rentenversicherung