Rente / 23.08.2018

DRV-Zuweisungen steigen planmäßig

Steuerzahlungen an die Rentenversicherung für soziale Ausgleichsleistungen sollen bis 2022 um 17 Prozent steigen.

Berlin (sth). Der Bund wird sich auch in den kommenden Jahren planmäßig an den Kosten der Rentenversicherung für soziale Ausgleichsleistungen beteiligen. Das geht aus dem Finanzplan des Bundes für die Jahre 2018 bis 2022 hervor, der jetzt von der Bundesregierung als Unterrichtung vorgelegt wurde. Demnach wachsen die Ausgaben des Staates für Leistungen der Rentenversicherung von schätzungsweise rund 94,0 Milliarden Euro im laufenden Jahr schrittweise bis auf 110,1 Milliarden Euro im Jahr 2022. Das entspricht einer Steigerung von 17 Prozent (Link auch Link unten).

Für das kommende Jahr kann die Rentenversicherung den Planungen zufolge mit Steuerzuweisungen von 98,1 Milliarden Euro rechnen. Voraussichtlich im Jahr 2020 würden die Zahlungen des Bundes an die Rentenversicherung erstmals die 100-Milliarden-Euro-Grenze überschreiten, schreibt die Bundesregierung. Der erwartete gleichbleibende Rentenbeitrag von 18,6 Prozent wirke sich dabei "stabilisierend" aus.

Steigende Löhne und mehr Kinder erhöhen die Steuerzuweisungen

Ausgabenerhöhend wirken sich dem Finanzplan zufolge die Lohnentwicklung sowie die steigende Zahl der unter Dreijährigen aus, für die der Bund seit 1999 Pflichtbeiträge an die Rentenversicherung zahlt. Zudem beginne ab 2019 die im Rentenpaket von 2014 vereinbarte schrittweise Erhöhung des allgemeinen Bundeszuschusses um insgesamt rund 0,5 Milliarden Euro jahrlich bis auf rund zwei Milliarden Euro im Jahr 2022.

Ab dann trete eine zweite stufenweise Erhöhung des Bundeszuschusses in Kraft, die bis 2025 weitere zwei Milliarden Euro umfasse, heißt es im Finanzplan der Regierung. "Mit einer weiteren, zweckgebundenen Erhöhung des allgemeinen Bundeszuschusses im Finanzplanjahr 2022 um 0,5 Milliarden Euro befüllt die Rentenversicherung eine Rücklage zur Wahrung der sogenannten ,doppelten Haltelinie'." Darüber hinaus sehe der Finanzplan ab 2021 zur Absicherung der 'doppelten Haltelinie' bis 2025 eine weitere jährliche Zahlung an die "Demografievorsorge Rente" vor.

Mehr zum Thema:

http://dip21.bundestag.de

Link zum Finanzplan des Bundes für die Jahre 2018 bis 2022 (im pdf-Format)

Autorenbild

Autor

Stefan Thissen