Rente / 05.12.2017

DRV-Zuweisungen steigen planmäßig

Steuerzahlungen an die Rentenversicherung für soziale Ausgleichsleistungen klettern bis 2021 um 13,5 Prozent.

Berlin (sth). Der Bund wird sich auch in den kommenden Jahren planmäßig an den Kosten der Rentenversicherung für soziale Ausgleichsleistungen beteiligen. Das geht aus dem bereits im August dieses Jahres veröffentlichten Finanzbericht 2018 des Bundesfinanzministeriums hervor, der am Wochenende in verschiedenen Medien verspätete Aufmerksamkeit fand. Demnach wachsen die Ausgaben des Staates für Leistungen der Rentenversicherung von schätzungsweise rund 91,0 Milliarden Euro im laufenden Jahr schrittweise bis auf 103,3 Milliarden Euro im Jahr 2021. Das entspricht einer Steigerung von 13,5 Prozent (Link auch Link unten).

Für das kommende Jahr kann die Rentenversicherung den Planungen zufolge mit Steuerzuweisungen von 93,7 Milliarden Euro rechnen. Voraussichtlich im Jahr 2021 würden die Zahlungen des Bundes an die Rentenversicherung erstmals die 100-Milliarden-Euro-Grenze überschreiten, schreibt die Bundesregierung. Der zum Zeitpunkt der Berichts-Veröffentlichung noch bis 2021 erwartete gleichbleibende Rentenbeitrag von 18,7 Prozent wirke sich dabei "stabilisierend" aus.

In der vorvergangenen Woche beschloss das Bundeskabinett aufgrund der anhaltend hohen Beitragseinnahmen jedoch eine Beitragssenkung ab 2018 auf 18,6 Prozent. Deshalb dürften sich die Bundeszuweisungen gegenüber den ursprünglichen Planungen noch verändern. Der Finanzbericht erwartete noch eine weitere Erhöhung der Bundeszuschüsse aufgrund der Umsatzsteuer- und Bruttolohnentwicklung. Zudem beginne ab 2019 die im Rentenpaket von 2014 vereinbarte schrittweise Erhöhung des allgemeinen Bundeszuschusses. 

Mehr zum Thema:

www.bundesfinanzministerium.de

Link zum Finanzbericht 2018 des Bundesfinanzministeriums (im pdf-Format)

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Autor

Stefan Thissen