Gesundheit / 26.03.2021

E-Zigaretten werden deutlich teurer

Die Preise für die gesundheitsschädlichen E-Zigaretten könnten sich bald verdoppeln. Grund ist die Reform der Tabaksteuer.

E-Zigaretten werden deutlich teurer. – Mann raucht E-Zigarette.

Berlin (dpa). Wer E-Zigaretten oder Tabakerhitzer nutzt, muss sich auf höhere Preise einstellen. Die Bundesregierung hat eine Reform der Tabaksteuer beschlossen. Auf elektronische Zigaretten und ihre Liquids soll künftig nicht nur Umsatzsteuer anfallen, sondern Tabaksteuer – also deutlich mehr Steuern als bisher.

Die Tabakerhitzer, in denen Tabak nur heißgemacht und nicht verbrannt wird, sollen nicht mehr wie Pfeifentabak, sondern wie normale Zigaretten besteuert werden und damit ebenfalls höher als zuvor. Branchenangaben zufolge könnte der Ladenpreis dieser Produktgruppen um bis zu 100 Prozent steigen – wie hoch genau, ist unklar.

Auch konventionelle Tabakzigaretten dürften teurer werden, aber weniger deutlich. Pro Packung normaler Zigaretten soll die Steuer im Jahr um durchschnittlich acht Cent steigen. Derzeit kostet eine Packung grob gesagt sieben Euro im Inland.

Tabakbranche kritisiert höhere Steuern

Aus der Tabakbranche kommt Kritik an den wesentlich höheren Steuern auf Tabakerhitzer und E-Zigaretten – auf diese Alternativprodukte setzt die Branche, um ihr Geschäft langfristig abzusichern und ihr angesichts hoher Krebsgefahren angekratztes Image aufzupolieren. Die recht neuen Produkte gelten als weniger gesundheitsschädlich – schlecht für die Gesundheit sind aber auch sie.

Kinder- und Jugendärzte äußern sich zufrieden

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte bewertete das Vorhaben hingegen positiv, weil die Zigaretten-Alternativen teurer und somit unattraktiver würden für Jugendliche. Bei den Alkopops habe man gesehen, dass eine Steuererhöhung Teenager vom Konsum dieser Produkte abhalten könne, so der Verband. „Wir sind davon überzeugt: Auch bei den E-Zigaretten kann eine Steuererhöhung Lenkungswirkung entfalten.“

Autor

 Deutsche Presseagentur