Gesundheit / 30.10.2017

Einsatz nicht immer sinnvoll

Antibiotika bei Bronchitis meist unnötig

Heidenheim an der Brenz (dpa/tmn). Sechs Wochen kann es dauern, bis eine Bronchitis komplett ausgeheilt ist. Durch die Einnahme von Antibiotika lässt sich diese Zeit nicht verkürzen, erklärt Andreas Hellmann, Vorsitzender des Bundesverbands der Pneumologen (BdP). Sie sollten deshalb nur bei Patienten angewendet werden, die zusätzlich eine chronische Atemwegserkrankung wie Asthma oder COPD haben. Auch in sehr schweren Fällen kann der Einsatz von Antibiotika sinnvoll sein – etwa bei Verdacht auf eine Lungenentzündung.

Antibiotika wirken gegen Bakterien, aber nicht gegen Viren

In neun von zehn Fällen wird eine akute Bronchitis durch Viren verursacht. Antibiotika wirken aber nur bei bakteriellen Infekten. Die Farbe des Auswurfs beim Husten sagt Hellmann zufolge nicht unbedingt etwas darüber aus, ob es sich um einen viralen oder bakteriellen Infekt handelt. Auch ein Virusinfekt könne zu gelbem oder grünem Auswurf führen.

Mehr zum Thema

Autor

 Deutsche Presseagentur – Themendienst