Finanzen / 03.11.2020

Einspruch gegen Steuerbescheid ist oft erfolgreich

Es macht Arbeit, aber es lohnt sich oft: der Einspruch gegen den Steuerbescheid. In mehr als der Hälfte der Fälle bekamen Steuerzahler Recht.

Eine Frau in Jeansbluse hält ein Formular und Briefe in der einen Hand, während sie mit der anderen Hand auf einer Notebook-Tastatur tippt, daneben liegt eine Brille.

Berlin (dpa/tmn). Der Steuerbescheid fällt nicht immer so aus, wie man sich das erhofft hat. Wer die Berechnungen des Finanzamtes nicht einfach klaglos akzeptiert, kann profitieren: Einsprüche sind oft erfolgreich, erklärt der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL).

Laut einer aktuellen Statistik des Bundesfinanzministeriums wurden im letzten Jahr fast 3,5 Millionen Einsprüche eingelegt. Zusammen mit den noch unerledigten Einsprüchen aus den Vorjahren hatten die Finanzämter insgesamt über 5,8 Millionen Einsprüche zu bearbeiten.

Millionen von Einsprüchen sind erfolgreich

Mehr als die Hälfte der Einsprüche (rund 3,2 Millionen) wurden 2019 erledigt. Die gute Nachricht: Fast zwei Drittel der Fälle (rund 66 Prozent) waren erfolgreich. Erfolglos oder zumindest teilweise erfolglos sind nach der Statistik nur 14 Prozent der Einsprüche.

Der Steuerbescheid sollte deshalb nicht einfach beiseite gelegt werden, rät der BVL. Wer Abweichungen feststellt, sollte Einspruch einlegen. Dieser Einspruch muss innerhalb eines Monats nach Erhalt des Steuerbescheides schriftlich beim jeweils zuständigen Finanzamt eingehen. Der Einspruch kann elektronisch über das Elster-Online-Portal eingelegt werden. Auch eine einfache E-Mail ist möglich.

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst