Rente / 18.02.2021

Erneut mehr Ausländer unter Rentenbeitragszahlern

Laut neuen Daten der Rentenversicherung hatten Ende 2019 knapp 6,8 Millionen „aktiv Versicherte“ keinen deutschen Pass.

Bild zum Beitrag "". Das Bild zeigt einen deutschen Reisepass auf einer Weltkarte.

Berlin/Bad Homburg (sth). Die Bedeutung ausländischer Beitragszahler für die gesetzliche Rentenversicherung nimmt weiter zu. Wie aus neuen Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervorgeht, hatten Ende des Jahres 2019 knapp 6,8 Millionen der rund 39,1 Millionen „aktiv Versicherten“ keinen deutschen Pass. Das entspricht einem Anteil von 17,3 Prozent. Aktiv Versicherte haben im Berichtszeitraum als Beschäftigte oder Selbstständige selbst Rentenbeiträge gezahlt oder Beiträge für sie gelten als gezahlt – zum Beispiel für Kindererziehung oder für die häusliche Pflege von Pflegebedürftigen. Die Zahl stieg der ausländischen Versicherten stieg den Angaben zufolge gegenüber dem Vorjahr um etwa 368.000 oder rund 5,7 Prozent.    

Die größten nationalen Gruppen unter den zugewanderten Beitragszahlern bildeten Ende 2019 türkische (1,044 Million) und polnische Versicherte (548.000). Große Ausländergruppen aus der Europäischen Union (EU), auf deren Rentenversicherungskonten 2019 Bewegungen registriert wurden, kamen der Statistik zufolge auch aus Rumänien (434.000), Italien (342.000), Kroatien (204.000), Bulgarien (199.000), Griechenland (192.000) und Ungarn (116.000). Weitere große europäische Zuwanderergruppen waren darüber hinaus Serben (268.000), Russen (165.000) und Bosnier (118.000).

Unter den nicht-europäischen Versicherten ragen Migrantinnen und Migranten aus Syrien (451.000), Afghanistan (157.000) und Irak (143.000) heraus. Aber auch Marokkaner (knapp 70.000), US-Amerikaner (41.000), Brasilianer und Tunesier (jeweils rund 29.000) sowie Ghanaer (knapp 26.000) bilden große Gruppen unter den Rentenbeitragszahlern.    

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Autor

Stefan Thissen