Rente / 20.11.2017

Erneut mehr häuslich Pflegende

Auch 2015 pflegten mehr Menschen ehrenamtlich Angehörige in häuslicher Umgebung.

Offenbach (sth). Nach jahrelangem Auf und ab hat sich der Aufwärtstrend des Jahres 2014 bei Menschen, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen, auch 2015 fortgesetzt. Wie aus Daten der Deutschen Rentenversicherung hervorgeht, stieg die Zahl der häuslich Pflegenden zum Jahresende 2015 auf mehr als 301.000. Das war gegenüber dem Vorjahr ein Plus von knapp 15.000.

Durch ihre oft aufopferungsvolle Arbeit erwarben zum Stichtag 31.12.2015 etwa 271.300 Frauen und knapp 30.000 Männer Ansprüche auf eine Rentensteigerung. Allerdings waren nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums Ende 2016 etwa 64,5 Prozent der fast zwei Millionen häuslich Gepflegten, die von der sozialen Pflegeversicherung erfasst werden, in die damals noch geltende Pflegestufe 1 eingruppiert. Nur knapp 28 Prozent der Pflegenden übernehmen diese Aufgabe auch, wenn die oder der Pflegebedürftige der Pflegestufe II angehörte, nicht einmal acht Prozent der häuslich Gepflegten waren in die Pflegestufe III eingruppiert.

Für die häusliche Betreuung zahlt die Pflegekasse des Pflegebedürftigen dem Pflegenden (offiziell: "Pflegeperson") Rentenbeiträge. Aus einem Jahr Pflege erwächst seit der Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade zu Beginn dieses Jahres – je nach Pflegegrad des Gepflegten und im Einzelfall gezahlten Sach- und Geldleistungen – im Alter ein monatlicher Rentenzuschlag von mindestens 5,64 Euro in den alten und 5,40 Euro in den neuen Ländern (bei Pflegegrad 2 und Sachleistungen) sowie von höchstens 29,86 Euro in den alten und 28,59 Euro in den neuen Ländern (bei Pflegegrad 5 und Geldleistungen).

Mehr zum Thema:

www.deutsche-rentenversicherung.de

Link zur Broschüre der Deutschen Rentenversicherung zur Rente für Pflegepersonen

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Autor

Stefan Thissen