Rente / 10.01.2020

Erneut mehr Witwer mit Rentenanspruch

Knapp 76.500 Männer bekamen 2018 erstmals eine Rente aus dem Konto der verstorbenen Ehepartnerin oder des Partners – über 4.000 mehr als 2017.

Bild zum Beitrag "Erneut mehr Witwer mit Rentenanspruch". Das Bild zeigt einen älteren Mann, der sich im Bademantel vor dem Spiegel rasiert.

Bad Homburg (sth). Immer mehr Männer haben Anspruch auf eine gesetzliche Witwerrente. Im Jahr 2018 stieg die Zahl männlicher Versicherter, die wegen des Todes ihrer Ehepartnerin, ihres eingetragenen Lebens- oder ihres Ehepartners erstmals eine aus dem Rentenkonto ihres Partners abgeleitete Rente kassierten, nach aktuellen Analysen der Deutschen Rentenversicherung auf 76.433. Gegenüber 2017 bedeutete dies ein Plus von mehr als 4.200 oder knapp sechs Prozent, gegenüber 1995 waren es fast 28.000 oder 57 Prozent mehr.

Im Schnitt bekamen die Neu-Witwer eine monatliche Rente von 312 Euro überwiesen. Das waren etwa 340 Euro weniger, als die rund 264.000 neuen Witwen im Durchschnitt nach dem Tod ihres Ehemannes, ihrer Lebenspartnerin oder ihrer Ehefrau gezahlt bekamen.

Insgesamt zahlte die Deutsche Rentenversicherung im Jahr 2018 rund 688.000 Renten an Witwer sowie mehr als 4,6 Millionen Witwenrenten – mit deutlich sinkender Tendenz bei den Hinterbliebenenrenten an Frauen. So ist die Zahl der Witwen, die nach dem Tod ihres Ehepartners auf eine Rente aus dessen Rentenansprüchen angewiesen sind, seit Mitte der 1990er-Jahre um fast zwölf Prozent gefallen. Dagegen kassierten 2018 bereits fast dreimal so viele Männer eine gesetzliche Hinterbliebenenrente wie 1995.

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Autor

Stefan Thissen