Soziales / 02.01.2020

Erwerbstätigenzahl im 14. Jahr gestiegen

Über 45 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland. Das ist ein neuer Höchststand. Aber der Zuwachs fiel 2019 geringer aus als in Vorjahren

Bild zum Thema Erwerbstätigenzahl im 14. jahr gestiegen: Zwei Gruppen von menschlichen Spielzeugfiguren, von oben fotografiert.

Wiesbaden (dpa). In Deutschland sind im vergangenen Jahr so viele Menschen einer Erwerbstätigkeit nachgegangen wie noch nie seit der Wiedervereinigung. 45,3 Millionen Menschen waren entweder selbstständig oder gingen einem Job nach, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete. Mit 0,9 Prozent fiel das Wachstum in Vergleich zum Vorjahr aber geringer aus als 2018, als die Rate noch 1,4 Prozent zugelegt hatte.

Gesteigerte Erwerbsbeteiligung trotz demografischem Wandel

Eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte überwogen die Effekte des demografischen Wandels, sodass im Jahr 2019 die höchste Erwerbstätigenzahl seit der Wiedervereinigung im Jahr 1991 erreicht wurde.

Zahl der Selbstständigen geht weiter zurück

Während die Zahl der in Deutschland tätigen Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt 2019 um 475.000 auf 41,1 Millionen wuchs, ging die Zahl der Selbstständigen und ihrer mithelfenden Familienangehörigen weiter zurück – um 1,7 Prozent auf 4,15 Millionen. Weniger Selbstständige hatte es zuletzt im Jahr 2003 gegeben, wie das Bundesamt mitteilte.

Autor

 Deutsche Presseagentur