Rente / 13.12.2018

EU: Anteil der Sozialausgaben sinkt leicht

Während in Europa die Ausgaben zur sozialen Sicherung leicht sinken, steigen sie in Deutschland. Große Unterschiede beim Ausgabenanteil für Renten.

Die europäische Flagge weht an einem Fahnenmast vor dem europäischen Parlament. Bildnachweis: fotolia.com © artjazz

Luxemburg (dpa/mjj) Die Sozialausgaben in der Europäischen Union sind gemessen an der Wirtschaftskraft leicht gesunken. Sie lagen 2016 EU-weit bei 28,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und damit 0,2 Punkte niedriger als im Jahr davor. Dies teilte die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit. In Deutschland wuchs der Anteil hingegen um 0,2 Punkte auf 29,4 Prozent.

46 Prozent der Sozialleistungen fließen in Renten

Die Unterschiede bei der sozialen Sicherung in den 28 EU-Staaten sind enorm. Der Ausgabenanteil lag in Frankreich 2016 mit 34 Prozent mehr als doppelt so hoch wie in den östlichen Staaten Rumänien, Lettland und Litauen mit jeweils 15 Prozent.

Einen Großteil der Leistungen für den Sozialschutz fließen in Alters - und Hinterbliebenenleistungen: Sie machen durchschnittlich einen Anteil von knapp 46 Prozent an den gesamten Sozialleistungen im Jahr 2016 aus. Dabei war ihr Anteil an den Gesamtleistungen in Griechenland mit 65 Prozent, Portugal und Italien (je 58 Prozent) , Zypern und Polen (je 56 Prozent) am höchsten. Deutschland findet man mit 39 Prozent im unteren Tabellendrittel - zusammen mit Irland (34 Prozent), Luxemburg (40 Prozent), Estland und dem Vereinigten Königreich (je 42 Prozent).

Dafür flossen 43 Prozent der deutschen Sozialaufwendungen in die Gesundheitsversorgung, in Griechenland nur gut 26 Prozent. Für Arbeitslose gab Deutschland 3,5 Prozent der Sozialausgaben aus, Griechenland 3,7 Prozent, Irland aber 10,1 Prozent.

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 Deutsche Presseagentur