Finanzen / 02.07.2018

Euro-Inflation steigt auf zwei Prozent

Inflation in Eurozone erreicht mit zwei Prozent das Ziel der EZB. Ende der Niedrigzinspolitik absehbar?

Luxemburg (dpa). Die Inflation in den Ländern der Eurozone ist im Juni insgesamt leicht gestiegen. Die sogenannte Kerninflation, die nur die Teuerung einer begrenzten Auswahl an Gütern und Dienstleistungen etwa ohne die oft stark schwankenden Energiepreise berücksichtigt, schwächte sich dagegen etwas ab.

Höchste Inflationsrate seit Februar 2017

Nach Angaben des Statistikamts Eurostat vom Freitag lagen die Verbraucherpreise im Währungsraum im ablaufenden Monat um 2,0 Prozent über dem Niveau von Juni 2017. Das ist die höchste Inflationsrate seit Februar 2017. Im Mai hatten die Preise um 1,9 Prozent zugelegt.

Im Gegensatz zu dieser Gesamtinflation fiel die Teuerung zurück, wenn man schwankungsanfällige Bereiche herausrechnet. Die sogenannte Kernrate sank von 1,1 auf 1,0 Prozent.

Während die Preise für Lebensmittel und erst recht für Energie zuletzt überdurchschnittlich stark stiegen, war die Entwicklung etwa bei Industriegütern und Dienstleistungen unterdurchschnittlich.

Ende der Zinsflaute in Sicht?

Für die Europäische Zentralbank (EZB) bleibt die Lage durchwachsen. Sie hat in der Vergangenheit regelmäßig auf die schwache Kernrate verwiesen und damit ihre extrem lockere Geldpolitik begründet.

Weil die Notenbank sich mittlerweile aber optimistischer gibt, ihr Inflationsziel von knapp zwei Prozent nicht nur zu erreichen, sondern auch halten zu können, hat sie ein Ende ihrer billionenschweren Wertpapierkäufe zum Jahresende in Aussicht gestellt.

Autor

 Deutsche Presseagentur