Rente / 17.11.2020

Experten begrüßen Digitale Rentenübersicht

Anhörung im Bundestags-Sozialausschuss zeigt, dass die geplante Website mit Daten aller zu erwartenden Alterseinkünfte positiv aufgenommen wird.

Bild zum Beitrag "Experten begrüßen Digitale Rentenübersicht". Das Bild zeigt in einer Treppengrafik die drei Säulen der Altersvorsorge.

Berlin (hib/sth). Die Einführung der von der Bundesregierung geplanten digitalen Rentenübersicht wird von Experten überwiegend positiv bewertet. Das wurde am Montag bei einer Anhörung des Bundestags-Sozialausschusses deutlich. So zeigte sich Reinhold Thiede von der Deutschen Rentenversicherung optimistisch, dass durch die geplante digitale Rentenübersicht der Kenntnisstand der Versicherten über ihre zu erwartende Rente „wirklich verbessert“ werde. Bisher sei die Altersvorsorge für die meisten Menschen ein Puzzlespiel, aus dem sich kein Bild ergebe, ergänzte Prof. Andreas Hackethal, Ökonom an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ziel müsse sein, die Bausteine zusammenzufügen. 

Ein grundsätzlich positives Echo ernteten auch die Vorschläge, die Transparenz bei Rehabilitationsangeboten zu verbessern und die Modalitäten der Sozialwahlen zu verändern, wenngleich die Experten hier Nachbesserungsbedarf sahen. Unter anderem drängten sie mehrfach darauf, das Instrument der Friedenswahlen – wie sie bisher bei vielen Sozialversicherungsträgern üblich sind – durch die Neuregelungen nicht zu erschweren. Thema der Debatte von Sozialexperten der Fraktionen mit Sachverständigen war zum einen ein Gesetzentwurf der Bundesregierung für eine Verbesserung der Transparenz in der Alterssicherung und der Rehabilitation, zum anderen ein Antrag der Grünen für eine Reform der Sozialversicherungswahlen.

Rentenübersicht soll am Donnerstag beschlossen werden

Der Gesetzentwurf zur Digitalen Rentenübersicht steht bereits am kommenden Donnerstag im Bundestag zur Abstimmung. Er sieht neben der Bündelung der Altersvorsorge-Informationen von Rentenversicherung und Anbietern betrieblicher sowie privater Altersvorsorgeprodukte auch vor, die Rahmenbedingungen für die Ausübung eines Ehrenamtes in der Sozialversicherung zu verbessern und mehr Geschlechtergerechtigkeit bei der Listenbesetzung zu erreichen.

Bei der Rehabilitation soll das offene Zulassungsverfahren reformiert werden. Ziel ist es, Transparenz und Diskriminierungsfreiheit bei der Beschaffung medizinischer Rehabilitationsleistungen durch die Träger der Rentenversicherung zu verbessern. Neben dem Wunsch- und Wahlrecht des versicherten Rehabilitanden sollen die Selbstverwaltung der Rentenversicherung und die Interessen der Rehabilitationseinrichtungen gestärkt werden.

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Autor

 Deutscher Bundestag, Pressereferat