Finanzen / 09.08.2021

Exporte ziehen an – Vorkrisenniveau Februar 2020 überschritten

Erstmals seit Ausbruch der Pandemie übertrafen die Ausfuhren im Juni 2021 das Vorkrisenniveau vom Februar 2020 mit plus 1,1 Prozent.

Exporte ziehen an - Vorkrisenniveau Februar 2020 überschritten. – Zwei Reihen fabrikneuer Autos.

Wiesbaden (dpa). Die weltweite Konjunkturerholung beflügelt die Geschäfte der deutschen Exporteure nach der Corona-Krise 2020. Im Juni des laufenden Jahres überschritten die Ausfuhren erstmals seit Ausbruch der Pandemie das Vorkrisenniveau vom Februar 2020 (plus 1,1 Prozent), wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Insgesamt wurden Waren im Wert von 118,7 Milliarden Euro ins Ausland geliefert. Das waren 23,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und 1,3 Prozent mehr als im Mai 2021.

Im ersten Halbjahr stiegen die Exporte um 16,7 Prozent auf 673,1 Milliarden Euro gegenüber den ersten sechs Monaten 2020. Die Einfuhren legten im selben Zeitraum um 15,4 Prozent auf 576,4 Milliarden Euro zu.

Für 2021 ein deutliches Plus in der Exportbilanz erwartet

Im vergangenen Jahr hatte die Corona-Krise tiefe Löcher in der deutschen Exportbilanz hinterlassen. Für das laufende Jahr rechnet der Außenhandelsverband BGA mit einem deutlichen Plus. Sorgen bereiten allerdings Materialmangel und knappe Rohstoffe.

Engpässe und Probleme bei Vorlieferungen

Einer Ifo-Umfrage zufolge beklagen inzwischen 64 Prozent der befragten Industrieunternehmen Engpässe und Probleme bei Vorlieferungen als Hindernis für ihre Produktion. Derzeit bedienten die Hersteller die Nachfrage noch aus ihren Lagern, „aber die leeren sich nun auch zusehends“, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. Wird wegen fehlender Teile weniger produziert, kann nicht so viel exportiert werden.

Autor

 Deutsche Presseagentur