Rente / 29.10.2018

Fast 1,3 Millionen ältere Rentner armutsgefährdet

Zeitung: Zahl der Senioren über 75 Jahren mit Einkünften unter der Armutsgefährdungsgrenze sank 2017 um knapp 20.000.

Osnabrück (ots). Die Ausbreitung der Altersarmut in Deutschland ist erstmals seit acht Jahren gestoppt. 2017 verfügten 1,285 Millionen Menschen ab 75 Jahren über Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle. Ein Jahr zuvor waren es noch 1,304 Millionen gewesen - ein Rückgang um 19 000 Betroffene. Das geht aus neuen Zahlen des Europäischen Statistikamtes Eurostat hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegen.

Von 2009 bis 2016 war die Zahl der armutsbedrohten Menschen ab 75 Jahren kontinuierlich angestiegen, um 763 000 in sieben Jahren. Nicht nur die absolute Zahl, auch der Anteil der Armutsbedrohten im hohen Alter sank von 2016 auf 2017 erstmals wieder, von 16,2 auf 15,5 Prozent. Als armutsgefährdet gelten Menschen, die über weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens verfügen. Im Jahr 2017 lag diese Schwelle bei 13.152 Euro pro Jahr. Die Trendwende im Kampf gegen Altersarmut wird auf kräftige Rentenerhöhungen in den vergangenen Jahren zurückgeführt.