Soziales / 12.06.2020

Fast jeder Zweite lügt im Job

Kompromisslose Ehrlichkeit betrachten viele Arbeitnehmer als einen Nachteil im Arbeitsalltag – sie behelfen sich gerne mal mit einer Notlüge.

Fast jeder Zweite lügt im Job. – Besprechung in einem Büro, eine Kollegin und ein Kollege sitzen an einem Konferenztisch.

Hamburg (dpa/tmn). Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov lügt fast die Hälfte (45 Prozent) der deutschen Arbeitnehmer, um gut über die Runden zu kommen.

Zudem glauben 54 Prozent der Berufstätigen, dass zu viel Ehrlichkeit im Job mit Nachteilen verbunden ist. Sogar mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) verstellt sich und zeigt nicht sein wahres Gesicht. 45 Prozent behelfen sich kleiner Notlügen wie „Ich bin da dran“, um sich den Joballtag zu erleichtern.

 

Grobe Lügen sind die Ausnahme

Grobe Lügen oder die Verdrehung von Tatsachen, um sich im Berufsalltag durchzusetzen, bleiben aber weitgehend die Ausnahme. Nicht mal acht Prozent macht dies, noch weniger (6 Prozent) sind sogar häufiger richtig unehrlich. Auch gegenüber den Vorgesetzten sind die Deutschen eher vorsichtig: Rund 15 Prozent geben an, schon mal den eigenen Chef belogen zu haben.

Den Chef nicht verärgern

Gelogen wird unter anderem, um Fehler und Misserfolge zu verbergen. Manche befürchten auch, dass der Vorgesetzte keine abweichende Meinung akzeptiert. Ein weiterer Grund ist, Strafen und Sanktionen zu entgehen.

Für die Studie hat YouGov im Auftrag von Glassdoor rund 1.000 Berufstätige befragt.

Autor

 Deutsche Presseagentur – Themendienst