Soziales / 23.04.2019

FH-Absolventen gelingt Job-Einstieg am besten

Absolventen einer Fachhochschule gelingt der Einstieg in den Arbeitsmarkt am besten. Prekäre Erwerbstätigkeit nach Uni-Abschluss besonders häufig.

Bild zum Thema FH-Absolventen gelingt Job-Einstieg am besten: Gruppe junger Menschen geht zusammen durch ein Schulgebäude.

Bonn (dpa/tmn). Wer seinen Abschluss an einer Fachhochschule macht, hat die besten Chancen auf einen gelungenen Einstieg in den Arbeitsmarkt. Das legt eine Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung auf Basis von Mikrozensusdaten nahe. Die Experten untersuchten für verschiedene Abschlussarten jeweils das Einkommen und die Beschäftigungsart der 18- bis 34-jährigen Erwerbstätigen.

FH-Absolventen integrieren sich besonders gut in den Arbeitsmarkt

Demnach waren 83 Prozent der FH-Absolventen etwa zwei Jahre nach ihrem Abschluss gut in den Arbeitsmarkt integriert. Das heißt, sie waren unbefristet beschäftigt und hatten ein monatliches Nettoeinkommen von mindestens 1.187 Euro. Zudem lag der Anteil prekärer Erwerbstätigkeit (geringes Einkommen und befristete Einstellung) nach einem FH-Abschluss lediglich bei 15 Prozent.

Uni, Berufsschule oder duale Ausbildung mit schlechteren Chancen

Im Vergleich am wenigsten gut gelingt die Integrationen denjenigen, die eine Ausbildung an einer Berufsschule gemacht oder einen Universitätsabschluss haben. Je rund 63 Prozent waren beruflich integriert. Zudem war der Anteil prekärer Erwerbstätigkeit nach einem Uni-Abschluss mit 34 Prozent besonders ausgeprägt.

Wer eine duale Ausbildung absolviert hat, geht den Daten zufolge mit etwas besseren Chancen in den Arbeitsmarkt. Hier waren 65 Prozent der Absolventen unbefristet beschäftigt und hatten ein Nettoeinkommen über 1.187 Euro. Der Anteil prekärer Erwerbstätigkeit lag bei einem Drittel (30 Prozent).

Die Mikrozensusdaten stammen aus dem Jahr 2017. Sie beziehen sich auf alle 18- bis 34-jährigen Erwerbstätigen, die im Jahr 2015 ihren Berufsabschluss gemacht haben.

Weitere Informationen

www.bibb.de
Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis (PDF)

Autor

 Deutsche Presseagentur – Themendienst