Soziales / 14.04.2020

Finanzhilfe für Studierende nach Jobverlust

Wer nicht Bafög-berechtigt ist, muss sein Studium selbst finanzieren. Der Staat plant Überbrückungshilfen für Studierende in Finanznot.

Studenten sichten Jobangebote auf einer Pinnwand im Studentenwerk.

Berlin (dpa). Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat zusätzliche unbürokratische Finanzhilfen für Studierende angekündigt, die wegen der Corona-Krise ohne Arbeit und Einkünfte dastehen. „Studierende, die ihren Job verloren haben, sollen als Überbrückungshilfe ein zinsloses Darlehen beantragen können“, sagte Karliczek der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Die Unterstützung für die betroffenen Studierenden muss unbürokratisch, schnell und wirksam sein.“

Zinsloses Darlehen als Pandemie-Überbrückung

In einem der dpa vorliegenden Brief an ihre Ministerkollegen in den Ländern hatte Karliczek diesen Vorstoß angekündigt. Sie mache sich Sorgen über jene Gruppe von Studierenden, die pandemiebedingt in eine finanzielle Notlage geraten seien und keinen Anspruch auf Bafög hätten. Für sie bleibe „nur der Gang zum Jobcenter und die dortige Beantragung eines Darlehens“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Bafög-Regelung geändert

Karliczek sagte: „Mein Ziel ist es, dass kein Studierender aus finanziellen Gründen das Studium wegen der Corona-Pandemie aufgeben muss.“ Daher habe man die Bafög-Voraussetzungen im Rekordtempo angepasst. „Aber auch für die Studierenden, die pandemiebedingt in eine finanzielle Notlage geraten sind, aber nach wie vor nicht Bafög-berechtigt sind, wollen wir eine kurzfristige Pandemie-Rückversicherung schaffen.“ Dieses Darlehen solle helfen, den Lebensunterhalt zu sichern.

Autor

 Deutsche Presseagentur