Finanzen / 16.08.2021

Finanztest: Kaum noch Gratiskonten ohne Bedingungen

Wie viel sollte ein Girokonto maximal kosten? Und welche Konten sind ohne Bedingungen kostenfrei? Zu den neuen Ergebnissen von Stiftung Warentest.

Finanztest: Kaum noch Gratiskonten ohne Bedingungen. – Junger Mann prüft Belege.

Berlin (dpa). Kreditinstitute knüpfen der Stiftung Warentest zufolge zunehmend Bedingungen an kostenlose Girokonten. So seien immer mehr Konten nur dann gratis, wenn monatlich ein bestimmter Geldbetrag darauf eingehe, heißt es in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“ (9/2021). Insgesamt fanden die Tester bei der Auswertung von 380 Kontomodellen von 152 Banken und Sparkassen 14 Konten, die ohne Bedingungen kostenlos waren. Vor einem Jahr waren es noch 20.

Auf diese Konto-Merkmale kommt es an

Als kostenlos definiert die Stiftung Warentest: keine Grundgebühr, keine Gebühr für Kontoauszug, Buchungen, Girocard und beim Geldabheben am Automaten im eigenen Bankenpool sowie keine Bedingungen wie regelmäßiger Geld- und Gehaltseingang in einer bestimmten Höhe. Zugrundegelegt für die Auswertung wurde eine Modellkundin. Sie bekommt ein regelmäßiges Gehalt, führt das Konto online und nutzt es durchschnittlich.

Nicht kostenlos, aber günstig

Weitere 90 Konten, die einschließlich Girocard und allen Buchungen nicht mehr als 60 Euro im Jahr kosten, sind aus Sicht der Experten günstig. «Soviel darf ein Konto kosten, denn die Bank wickelt Buchungen ab, stellt Geldautomaten und sichere Technik für das Onlinebanking bereit», heißt es in «Finanztest».

Studie berücksichtigt 70 Prozent des Marktes

Die Stiftung Warentest, die in staatlichem Auftrag eine kostenlose Webseite zum Girokontenvergleich betreibt, wertete die Konditionen von Girokonten mit Gültigkeit bis 31. August aus. Untersucht wurden alle bundesweiten Finanzhäuser sowie Direkt- und Kirchenbanken, alle Sparda- und PSD-Banken sowie die größten Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken je Bundesland. Sie decken den Angaben zufolge etwa 70 Prozent des Marktes ab.

Autor

 Deutsche Presseagentur