Finanzen / 17.07.2018

Finanztest: Nur zwei gute Robo-Advisor

Kosten. Qualität, Informationen - Stiftung Warentest über automatisierte Vermögensverwaltung und das Problem der Frischlinge

Berlin (mjj) Nur zwei von 14 getesteten Robo-Advisors erhalten von Finanztest die Note "gut", drei sind nach Einschätzung der Berliner Verbraucherschützer mangelhaft. Das geht aus einem Test in der neuen Finanztest hervor, die heute erscheint (8/2018, 5,70 Euro). Robo-Advisors sind Computerprogramme die ausgehend von der Risikoneigung und Erfahrung des Sparers Geld automatisch investieren.

Dazu haben die Redakteure einen 45-jährigen Musterkunden entworfen, der 51.000 Euro auf zehn Jahre anlegen will. Dabei ist er bereit, mittelgroße Risiken einzugehen. Finanztest analysierte, wie die Advisors Kenntnisse und Wünsche des Sparers abfragen, welche Kosten entstehen, wie verbraucherfreundlich Vertragsbedingungen gestaltet sind und welches Portfolio die Robos vorschlagen.

Überschaubare Kosten

In Punkto Kosten schneiden die Robos günstig ab: Für die Vermögensverwaltung inklusive Fondskosten veranschlagen sie jährlich für das vorgeschlagene Portfolio zwischen rund 0,6 Prozent und 1,87 Prozent der Anlagesumme. Zum Vergleich: Mischfonds kosten durchschnittlich 1,92 Prozent pro Jahr.

Bei den Anlageempfehlungen und Vertragsbedingungen sieht Finanztest bei einigen Robo-Advisors noch Verbesserungsbedarf. Ob die Anlagestrategien der Robo-Advisors erfolgreich sind und am Ende gar die manuelle Vermögenverwaltung schlagen, können die Tester nicht beurteilen - noch nicht.  Dazu sind die Programme zu frisch am Markt. "Bei einem vernünftigen Depot­vorschlag und über­schaubaren Kosten sollte das Ergebnis allerdings gut aussehen", so Finanztest.

Mehr Informationen

www.test.de

Finanztest kostet im Einzelverkauf 5,70 Euro. Der Artikel zum Test der Robo-Advisors kostet online 3 Euro. 

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Autor

Michael J. John