Rente / 13.06.2019

Französische Regierung traut sich ans Rentenalter

Premierminister Philippe kündigt Reformen an. Wer will, könne weiter mit 62 Jahren in Rente gehen. Doch es werde Anreize geben, länger zu arbeiten.

Das Bild zeigt Passagiere auf dem Weg zum Flugzeug.

Paris (mjj) Auch Frankreich steht vor ähnlichen Problemen wie Deutschland: Die Menschen werden immer älter, die Rentenbezugszeit länger und obgleich die Geburtenrate links des Rheins höher ist, braucht es Reformen, um das Rentensystem langfristig auf stabile Säulen zu stellen.

Frankreichs Premieminister Edouard Philippe hat hierzu gestern in seiner Regierungserklärung erste Aussagen getroffen: So sollen französische Arbeitnehmer künftig länger arbeiten - dies sei auch eine Frage der Gerechtigkeit gegenüber den Einzahlern. Zwar werde es beim allgemeinen Renteneintrittsalter von 62 Jahren bleiben. Doch man werde ein "Gleichgewichtsalter" ("âge d'équilibre") definieren ab dem es erst die volle Rente gebe. Konkreter wurde er nicht. 

Zudem kündigte Philipp eine Reform des in Frankreich zerklüfteten Rentensystems an. Schon im Juli sollen konkrete Pläne vorgelegt werden. Es ist nicht das erste Mal, dass die französische Regierung Rentenreformen anstößt. Oft wurden sie mit wütetenden Protesten quittiert.

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Autor

Michael J. John