Rente / 12.09.2018

Frauen-Altersrenten deutlich gestiegen

Neu-Rentnerinnen des Jahres 2017 bekamen im Schnitt monatlich 170 Euro mehr ausgezahlt als Frauen mit Rentenbeginn 2013.

Bad Homburg (drv/sth). Die durchschnittliche Höhe erstmals gezahlter Altersrenten für Frauen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Betrug sie 2013 netto noch rund 546 Euro, ist sie bis 2017 auf rund 716 Euro gestiegen. Das sei in diesem Zeitraum ein Anstieg von mehr als 31 Prozent gewesen, teilte die Deutsche Rentenversicherung jetzt mit. 2016 lag die durchschnittliche Auszahlungshöhe neuer Frauenaltersrenten nach Daten der Deutschen Rentenversicherung bei rund 681 Euro.

"Grund für den Anstieg ist vor allem die Einführung der Mütterente in 2014", erklärte die Deutsche Rentenversicherung die Entwicklung. Wirkung zeigten aber auch die relativ hohen Rentenanpassungen in den letzten Jahren. "Darüber hinaus zahlen Frauen im Schnitt länger Beiträge zur Rentenversicherung, da die Möglichkeiten eines vorzeitigen Rentenbezugs begrenzt wurden, etwa wegen des Auslaufens der Altersrente für Frauen", heißt es in einer Mitteilung der Rentenversicherer. Einen positiven Einfluss auf die Rentenhöhe weiblicher Versicherte habe zudem die gestiegene Erwerbsbeteiligung von Frauen.

Im Einzelfall unterscheiden sich die Höhen von Frauen-Altersrenten aber stark. So bekommen die rund 175.000 Neurentnerinnen, die Anspruch auf eine Regelaltersrente haben – für die lediglich fünf Beitragsjahre erforderlich sind – im Schnitt monatlich 465 Euro ausgezahlt. Dagegen erhalten die mehr als 107.000 Frauen, die 2017 mit mindestens 45 Beitragsjahren auf dem Rentenkonto in den Ruhestand traten, durchschnittlich 1.063 Euro. Eine leicht überdurchschnittliche Netto-Rente von 751 Euro kassieren auch die rund 85.000 Frauen, die nach mindestens 35 Versicherungsjahren in Rente gingen.     

Autor

 Deutsche Rentenversicherung