Gesundheit / 08.02.2019

Frischer Blick auf Gesundheitsfragen

Sachverständigenrat Gesundheit in neuer Zusammensetzung: Expertenrunde analysiert gesundheitliche Versorgung und berät politisch.

Operation. – Bild: Getty Images/ChaNaWiT

Bad Homburg/Berlin (kjs/BMG). Seit dem 1. Februar 2019 ist ein neuer Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen berufen worden. Der Sachverständigenrat stellt laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) das renommierteste Gremium wissenschaftlicher Politikberatung im Gesundheitswesen dar. Sieben Professorinnen und Professoren vertreten darin interdisziplinär die Bereiche Medizin, Wirtschaftswissenschaft und Pflegewissenschaft.

Versorgungsdefizite und Überversorgungen abbauen

Die Aufgabe des Sachverständigenrats ist zu analysieren, wie sich die gesundheitliche Versorgung entwickelt und dabei die medizinischen und wirtschaftlichen Auswirkungen zu betrachten. Im Hinblick auf die bedarfsgerechte Versorgung von Patientinnen und Patienten soll der Rat Empfehlungen aussprechen, wie sich Versorgungsdefizite und bestehenden Überversorgungen abbauen lassen. In der neuen Zusammensetzung des Gremiums sind sowohl erfahrene als auch neue Expertinnen und Experten vertreten. So hat Spahn die Ökonomin Prof. Dr. Beate Jochimsen (Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin) und den Mediziner Prof. Dr. Christof von Kalle (Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg) neu berufen. Erneut im Gremium sind der Allgemeinmediziner Prof. Dr. Ferdinand Gerlach (Universität Frankfurt), der Gesundheitsökonom Prof. Dr. Wolfgang Greiner (Universität Bielefeld), die Pflegewissenschaftlerin Prof. Dr. Gabriele Meyer (Universität Halle), der Gesundheitsökonom Prof. Dr. Jonas Schreyögg (Universität Hamburg) und die Pharmakologin Prof. Dr. Petra Thürmann (Universität Witten-Herdecke).

Steuerung im Gesundheitswesen

Im letzten Gutachten vom Sommer 2018 hat der Rat sich besonders zur bedarfsgerechten Steuerung im Gesundheitswesen geäußert. Darin enthalten war unter anderem ein Konzept, um die Notfallversorgung in Deutschland neu zu organisieren, welches in der Fachöffentlichkeit viel diskutiert wurde. Auch mit der Weiterentwicklung der Kliniklandschaft, mit der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und Praxen sowie der koordinierte Versorgung von Patientinnen und Patienten mit psychischen Störungen und mit Rückenschmerzen hat sich das Gremium im vergangenen Gutachten beschäftigt.

Weitere Informationen

www.svr-gesundheit.de
Internetportal des Sachverständigenrats Gesundheit mit Informationen zu Gutachten

Autor

Karl-Josef Steden