Rente / 04.12.2018

Führungswechsel bei DRV Braunschweig-Hannover

Jan Miede folgt auf den langjährigen Vorsitzenden der Geschäftsführung Prof. Ralf Kreikebohm. Vertreterversammlung billigt Haushalt für 2019.

Braunschweig-Hannover (drv/sth). Stabwechsel an der Führungsspitze der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Braunschweig-Hannover: Nach fast 30 Jahren in der Geschäftsführung der gesetzlichen Rentenversicherung verabschiedete die Vertreterversammlung des niedersächsischen Rentenversicherers den bisherigen Amtschef Prof. Ralf Kreikebohm zum Jahreswechsel in den Ruhestand. Zugleich wählten die Delegierten auf Vorschlag des Vorstands den bisherigen stellvertretenden Geschäftsführer Jan Miede ab 1. Januar 2019 zum neuen Ersten Direktor und Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover.

In der "Parlament"-Sitzung des Rentenversicherers würdigten der Vorstandsvorsitzende Professor Michael Sommer und die alternierende Vorstandsvorsitzende Helga Schwitzer das herausragende und wegweisende Lebenswerk des bundesweit anerkannten Rentenexperten und bedankten sich bei ihm für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Nach seinem Jura-Studium in Berlin und ersten Dienstjahren bei der früheren BfA sowie in der Berliner Senatsverwaltung kehrte Keikebohm 1989 zurück in die Rentenversicherung – nach Braunschweig –, wo er die Geschicke der damaligen Landesversicherungsanstalt (LVA) in die Hände nahm: zunächst in stellvertretender Funktion, ab 1995 als Geschäftsführer.

Zeitgleich mit der Organisationsreform in der gesetzlichen Rentenversicherung fusionierte die LVA Braunschweig 2005 mit der LVA Hannover. Für die neu entstandene Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover verlegte Professor Kreikebohm seinen Arbeitsort an den Verwaltungssitz nach Laatzen, wo er als Mitglied der Geschäftsführung die dreiköpfige Führungsmannschaft komplettierte. Hier übernahm er 2008 das alleinige Ruder als Geschäftsführer des größten gesetzlichen Rentenversicherers in Norddeutschland.

Haushalt von 13 Milliarden Euro verabschiedet

Das Parlament des niedersächsischen Rentenversicherungsträgers verabschiedete bei seinem Treffen den zweitgrößten Haushalt einer öffentlichen Institution in Niedersachsen – nach dem des Landes. Mit fast 13 Milliarden Euro erhöht sich das Budget gegenüber dem Vorjahr um 5,7 Prozent. Neben den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von etwa 10 Milliarden Euro kann das Haus fast 2,7 Milliarden Euro an Einnahmen aus Bundeszuschüssen verbuchen. Auf der Ausgabenseite bilden die Renten mit ca. 10,6 Milliarden Euro den mit Abstand größten Posten. Für die medizinische und berufliche Rehabilitation sind zudem mehr als 340 Millionen Euro eingeplant.

Mit dem Rentenpaket II soll im nächsten Jahr der Gesetzentwurf für weitere Reformprojekte erarbeitet werden: eine Altersvorsorgepflicht für Selbstständige, die nicht schon anderweitig abgesichert sind und eine Grundrente für Versicherte, deren Alterseinkommen trotz langjähriger Beiträge nicht oder nicht wesentlich über einer Grundsicherung liegt. „Wie die zusätzlichen Leistungen beider Gesetze auch nach 2025 finanziert werden sollen, dafür müssen die Vorschläge der Rentenkommission ‚Verlässlicher Generationenvertrag‘ abgewartet werden“, sagte Professor Sommer.

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 Deutsche Rentenversicherung