Finanzen / 07.08.2018

Fünftelregelung optimieren

Abfindungen erhöhen als außerordentliche Einkünfte den Steuersatz – Steuerberaterverband: Fünftelregelung optimieren

Berlin (dpa/tmn). Abfindungen gelten als außerordentliche Einkünfte. Das heißt: Sie müssen versteuert werden. Da bei steigenden Einkünften auch höhere Steuersätze gelten, kann es zu einer hohen Steuerbelastung kommen, wenn eine Abfindung gezahlt wird, erklärt der Steuerberaterverband Berlin-Brandenburg.

Um diese Progressionswirkung zu mildern, bemisst sich die Steuer für außerordentliche Einkünfte nach der sogenannten Fünftelregelung.

Fiktiv Abfindung über fünf Jahre verteilen

Dabei wird fiktiv so verfahren, als erhielte der Arbeitnehmer über einen Zeitraum von fünf Jahren jeweils ein Fünftel der Abfindung. Das reduziert in aller Regel den zu zahlenden Steuerbetrag.

Allerdings muss die sich ergebende Gesamtsteuersumme sofort im Jahr des Erhalts der Abfindung gezahlt werden.

Durch geschickte Steuergestaltung kann diese gesetzliche Vergünstigung noch weiter optimiert werden, erklärt der Steuerberaterverband. Möglich ist es zum Beispiel, die laufenden Einkünfte zu reduzieren, etwa durch die Investition in sofort abzugsfähige Werbungskosten, durch Spenden oder Einzahlungen in eine Rürup-Rente. Der Effekt der Fünftelregelung kann dadurch noch vergrößert werden.

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst