Finanzen / 21.08.2020

Geldanlage für Kinder: Worauf Eltern achten sollten

Wer für seinen Nachwuchs sparen möchte, denkt womöglich an ein Aktiendepot. Bei der Eröffnung gilt es einiges zu beachten.

Familie mit zwei Kindern steht zusammen vor einer Hauswand und lächelt. – Bild: wdv.de © Jan Lauer

Berlin (dpa/tmn). Viele Eltern möchten für die ersten großen Ausgaben ihres Nachwuchses sparen. In Zeiten niedriger Zinsen denken manche über Wertpapiere wie Aktien oder Fondsanteile nach. Aber kann man für Minderjährige überhaupt ein Depot einrichten?

Möglich ist das, aber nur mit dem Einverständnis beider Erziehungsberechtigten, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Alleinerziehende müssten dieses bei ihrer Bank nachweisen.

Eltern dürfen Geld nur verwalten

In diesem Fall gehört das Geld dem Kind. Die Eltern dürfen es lediglich verwalten, aber nicht mehr zurückholen. Erst mit 18 Jahren hat der Heranwachsende selbst Zugriff darauf. Ob junge Erwachsene in diesem Alter schon verantwortungsvoll mit Wertpapieren umgehen können, hängt laut der Verbraucherzentrale vom Einzelfall ab.

Eine andere Möglichkeit ist, dass Eltern oder Großeltern in ein Depot auf ihren eigenen Namen investieren. Der Nachteil dieses Modells ist allerdings, dass der Sparer-Pauschbetrag des Kindes, also der Steuerfreibetrag auf Kapitalerträge, nicht genutzt wird.

Pflege kann zur Falle werden

Ein weiteres Risiko ist, dass der Besitzer des Depots zum Beispiel pflegefällig wird. In diesem Fall kann es laut der Verbraucherzentrale passieren, dass das investierte Geld in die Pflege fließen muss – weil das Depot nicht auf den Namen des Kindes angelegt ist und somit nicht offiziell sein Eigentum.

Es lohnt sich also, sich genau über die verschiedenen Möglichkeiten zu informieren. Da Wertpapiere Schwankungen unterliegen, sollte man sich auch genau zu Renditen und Risiken von Anlagestrategien beraten lassen.

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst