Gesundheit / 25.11.2019

Gewalt gegen Frauen: Mehr Geld für Hilfseinrichtungen

110.000 Frauen wurden 2016 in Deutschland Opfer von häuslicher Gewalt. Der Bund sieht dringenden Handlungsbedarf.

Bild zum Thema Gewalt gegen Frauen: Mehr Geld für Hilfsreinrichtungen. – Junge Frau schaut traurig zum Fenster raus.

Berlin (dpa). Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen legt Familienministerin Franziska Giffey am Montag Zahlen zu häuslicher Gewalt vor und präsentiert die Initiative „Stärker gegen Gewalt“. Bundesweit sind zahlreiche Aktionen und Pressekonferenzen zu dem Thema geplant.

Im Jahr 2016 wurden fast 110.000 Frauen in Deutschland Opfer von versuchten oder vollendeten Delikten – darunter Mord, Totschlag, Körperverletzung, Bedrohung, sexuelle Nötigung oder Vergewaltigung durch ihre Partner oder Ex-Partner. SPD-Fraktionsvize Katja Mast hatte am Wochenende mitgeteilt, dass 35 Millionen Euro pro Jahr vom Bund in den kommenden vier Jahren vorgesehen seien, um mehr Frauen Zugang zu Hilfeeinrichtungen zu ermöglichen. Das Geld sei unter anderem für den Ausbau von Frauenhäusern gedacht.

Jeden Tag werden Frauen misshandelt, verstümmelt oder ermordet – weil sie Frauen sind

Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler, verwies am Sonntag auf Gewalt gegen Frauen weltweit. „Jeden Tag, in allen Teilen der Welt werden Frauen und Mädchen misshandelt, verstümmelt oder ermordet – weil sie Frauen sind“, erklärte Kofler. Jährlich würden 50.000 Frauen und Mädchen von ihren Partnern oder der eigenen Familie ermordet.

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 Deutsche Presseagentur