Finanzen / 23.10.2020

Gewerkschaft: Niedersachsens Finanzämtern droht Kollaps

Die erneute Corona-Welle macht ein Ausweichen ins Homeoffice nötig. Niedersachsens Finanzverwaltung ist jedoch technisch nicht ausreichend gerüstet.

Eine Frau in Jeansbluse hält ein Formular und Briefe in der einen Hand, während sie mit der anderen Hand auf einer Notebook-Tastatur tippt, daneben liegt eine Brille.

Hannover (dpa/lni). Die niedersächsischen Finanzämter sind nach Einschätzung der Deutschen Steuer-Gewerkschaft schlecht auf eine neue Zuspitzung der Corona-Krise vorbereitet. Für viele Mitarbeiter fehlten die technischen Möglichkeiten, wenn nötig ins Homeoffice auszuweichen, hieß es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Zu wenig Notebooks für Niedersachsens Finanzbeamte

Während andere Bundesländer ihre Einnahmeverwaltung in den letzten Monaten krisensicher aufgestellt haben, dauert die technische Umsetzung in Niedersachsen eindeutig zu lange“ kritisierte der Landeschef der Gewerkschaft, Thorsten Balster. So habe Baden-Württemberg seine Mitarbeiter mit rund 14.000 Notebooks ausgestattet, Hessen mit mehr als 8.000 Geräten. In Niedersachsen seien dagegen nur rund 1.000 Notebooks in den Finanzämtern angekommen. Eine eingeschränkte Erreichbarkeit sei aber auch für den Steuerzahler eine Belastung.

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 Deutsche Presseagentur