Rente / 11.06.2019

Grundrente: Gewerkschaften lehnen Prüfung ab

Ostdeutsche Sozialverbände und Gewerkschaften sprechen sich für die Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung aus.

Bil dzum Thema Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung. Ältere Frau durchsucht eine Mülltonne.

Erfurt (dpa/th). Sozialverbände und Gewerkschaften in Thüringen fordern die Einführung einer Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung. „Respekt vor der Lebensleistung endet, wenn ein Amt darüber entscheidet und ein Bürokratie-Apparat zur Unterlagenkontrolle aufgebaut wird, der abschreckt und wenig bringt“, heißt es in einer am Freitag verbreiteten gemeinsamen Erklärung des DGB Hessen-Thüringen, der AWO Thüringen, des VdK Hessen-Thüringen, der Volkssolidarität Thüringen und des Paritätischen Thüringen.

Im Alter in Würde leben können

Von ihrer Rente müssten Menschen auch dann in Würde leben können, wenn sie während ihrer Erwerbstätigkeit zu geringen Löhnen oder in Teilzeit gearbeitet haben oder zeitweise arbeitslos waren, hieß es. Die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD sollten sich in dieser Frage „endlich“ einigen.

Eine Frage der sozialen Gerechtigkeit

Die Gewerkschaft Verdi schloss sich der Forderung an. „Die Einführung der Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit gerade hier im Osten“, sagte Bezirksvorsitzender Denny Möller. Über 130.000 Menschen würden damit allein Thüringen aus der Armutsfalle geholt.

Autor

 Deutsche Presseagentur