Rente / 18.02.2019

"Grundrente mit Steuern finanzieren"

Rentenversicherung: Bei der Aufstockung niedriger Renten handelt es sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Logo der Deutschen Rentenversicherung. – Bild: Deutsche Rentenversicherung Bund © Armin Okula

Berlin (drv/sth). In der Debatte um die geplante Grundrente für langjährige Geringverdiener hat am Wochenende die Deutsche Rentenversicherung Position bezogen. "Bei der Aufstockung niedriger Renten handelt es sich um eine Leistung, der ausdrücklich keine Beiträge gegenüberstehen. Eine solche Aufstockung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die in vollem Umfang aus Steuermitteln zu finanzieren ist", heißt es in einem gemeinsamen Statement der 16 gesetzlichen Rentenversicherer. "Dies muss auf jeden Fall sichergestellt sein. Es kann nicht sein, dass die Finanzierung von den Beitragszahlern der Rentenversicherung übernommen wird."

Hintergrund der Stellungnahme dürften einzelne Stimmen aus dem Lager der Regierungsparteien sein, die angesichts der aktuell guten Lage in den Rentenkassen über eine Finanzierung der Grundrente durch die Rentenversicherung spekulieren. Bereits bei der Mütterrente hatte die Rentenversicherung vergeblich auf die gesamtgesellschaftliche Bedeutung von Kindererziehung verwiesen und eine Übernahme der Kosten aus dem Steuertopf gefordert. Die Mütterrente kostet die Rentenversicherer derzeit etwa 11,5 Milliarden Euro pro Jahr.

Mehr zum Thema:

www.deutsche-rentenversicherung.de

Link zu weiteren Informationen der Deutschen Rentenversicherung über die bestehende Grundsicherung bei niedrigen Renten

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 Deutsche Rentenversicherung