Soziales / 23.10.2020

Haben Arbeitnehmer Anspruch auf einen festen Schreibtisch?

Viele Unternehmen setzen auf Desksharing: Es gibt weniger Plätze als Mitarbeiter. Ist das erlaubt?

Junge Frau sitzt in einem Großraumbüro vor einem Bildschirm und hält einen Kugelschreiber in der Hand.

Freiburg/Berlin (dpa/tmn). Wenn nicht alle Mitarbeiter gleichzeitig ins Büro kommen, braucht auch nicht jeder einen eigenen Schreibtisch. Diese Lehre haben einige Unternehmen gezogen, nachdem bedingt durch die Pandemie viele Menschen verstärkt von zu Hause gearbeitet haben. Aber hätten Beschäftigte nicht eigentlich einen Anspruch auf einen eigenen Tisch oder ein eigenes Büro?

Nein, erklären die Rechtsanwältinnen Claudia Knuth und Xenia Verspohl der Kanzlei Lutz Abel Berlin im „Personalmagazin“ (Ausgabe 11/2020). Mitarbeiter haben in der Regel keinen Anspruch auf einen eigenen Schreibtisch oder ein eigenes Büro.

Weisungsrecht: Der Chef bestimmt, wo der Mitarbeiter sitzt

Der Arbeitgeber hat ein Weisungsrecht. Er kann demnach auch bestimmen, welchen Arbeitsplatz Mitarbeiter bekommen. Das können Einzel- oder Doppelbüros sein. Genauso ist es legitim, dass es weniger Arbeitsplätze gibt als Mitarbeiter und sich mehrere Beschäftigte einen Schreibtisch abwechselnd teilen.

Autor

 Deutsche Presseagentur